Roche Meilensteine

Der Gründungsvater von Roche, Fritz Hoffmann-La Roche, war ein engagierter Unternehmer und überzeugt davon, dass pharmazeutischen Markenprodukten die Zukunft gehört. Er erkannte als einer der Ersten, dass die industrielle Herstellung von Arzneimitteln einen riesigen Fortschritt im Kampf gegen Krankheiten bedeuten würde. Seitdem ist Roche zu einem weltweit führenden Healthcare-Unternehmen gewachsen.

1896 - 1914

Gründungsjahr - erste Erfolge

1896

Gründungsjahr - erste Erfolge

Neun Monate, nachdem Fritz Hoffmann sein Unternehmen in Basel gegründet hatte, war auch ein erstes Fabrikgebäude zur Herstellung von Arzneimitteln in Grenzach errichtet worden.

Bereits 1859 war die Drogenhandlung C.F. Boehringer & Soehne gegründet worden, die sich in den folgenden Jahrzehnten zum größten Chinin-Hersteller der Welt und zum Pionier der industriellen Arzneimittel-Herstellung entwickelte. Das Mannheimer Unternehmen war die Keimzelle der 1998 von Roche übernommenen Corange-Gruppe.


1897

Gründungsjahr - erste Erfolge

Am 23. Juni 1897 wurde die deutsche Niederlassung beim Registergericht in Lörrach eingetragen. Zunächst stellte der Betrieb mit sieben Mitarbeitern das Wundantiseptikum Airol her.


1904

Erstes Herzmedikament

Die Einführung von Digalen, einem aus der Fingerhutpflanze gewonnenen und erstmals standardisierten Herzmittel, erbrachte neben weiterem geschäftlichen Erfolg die wissenschaftlich fundierte Anerkennung in der Ärzteschaft.


1909 - 1911

Der erste Blockbuster

Pantopon, ein Präparat aus den Gesamtalkaloiden des Opiums (Schlafmohn), welches gegen schwerste Krampf-, Schmerz- und Angstzustände entwickelt wurde, stieß auf große Nachfrage und war bis 1985 im Handel (= 76 Jahre).

Einführung von Jodostarin: Ein organisches Jodpräparat zur Behandlung von Schilddrüsenerkrankungen erweiterte die noch bescheidene Produktpalette.


1914

Die ersten Schwierigkeiten im politischen Umfeld

Zu jener Zeit war Grenzach bereits zu einer bedeutenden Konzernproduktionsstätte herangewachsen und beschäftigte 70 Arbeiter und Angestellte. Das nach dem Ausbruch des ersten Weltkriegs erlassene Exportverbot von chemischen Produkten unterbrach jedoch die Versorgung des Konzerns von Grenzach aus. Entsprechend ging die Produktion zurück.


1915 - 1933

Zeit der Krise

1915

Fertigspritzen (Tubunics) erlaubten eine effizientere Anwendung bei der parenteralen Verabreichung von Sterillösungen, womit man dem großen Bedarf in den kriegsbedingt überfüllten Krankenhäusern Rechnung tragen konnte.


1923

Verpflichtung für die Mitarbeiter

Bei rasanter Geldentwertung durch die Hyperinflation wurde ein Rekordumsatz von 469 Trillionen Mark ausgewiesen. Roche zahlte den Mitarbeitern monatlich zwölf bis 20 Schweizer Franken für den Kauf von Lebensmitteln in Basel.


1928 - 1929

Zeit der Krise

Sedormid, ein brom- und barbituratfreies Beruhigungs- und Einschlafmittel, wurde auf den Markt gebracht.

Gründung des Firmensitzes in Berlin.


1934 - 1945

Beginn der Vitaminproduktion

1934

Beginn der Vitaminproduktion

Mit dem Syntheseverfahren von Tadeusz Reichstein gelang es erstmals, Vitamin C in einer Jahresproduktion von 50 kg herzustellen.

Es folgten die Synthesen weiterer wasserlöslicher Vitamine, namentlich B1, B2 und B6. Zur Behandlung von Vitamin-C-Mangel wurde das Präparat Redoxon-C auf den Markt gebracht.


1936 - 1939

Beginn der industriellen Vitamin-C-Produktion.

Ende der dreißiger Jahre wurde Roche in Deutschland durch die Einführung zahlreicher Vitaminpräparate bekannt. Dazu zählten u.a. Chinin-Redoxon (Chinin und Vitamin C), Ephynal (Vitamin E), Synka-Vit (Vitamin K), Beflavin (Vitamin B2), Benicot (Nikotinsäureamid = Vitamin PP).


1940 - 1941

Mit einer inzwischen stattlich angewachsenen Produktpalette und anfänglich intakter Beschaffungslage von Roh- und Ausgangsmaterialien konnte die Produktion der steigenden Nachfrage von Arzneimitteln folgen.

Im weiteren Verlauf des Krieges litt das Unternehmen jedoch an Versorgungsengpässen durch fehlendes Material, die Einberufung von Mitarbeitern in das Kriegsgeschehen und den dadurch notwendigen Einsatz von ungelernten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, darunter eine Anzahl von Fremdarbeitern und zeitweise auch Kriegsgefangenen.


1942 - 1945

Die kaufmännische Abteilung siedelte im August 1942 von Berlin nach Grenzach um, die wissenschaftliche zunächst nach Freiburg und im September ebenfalls nach Grenzach.

Das französische Oberkommando erteilte bereits im September die Bewilligung zur Weiterführung des Betriebes. Der Aufschwung zum wirtschaftlichen Erfolg während der zweiten Hälfte des Jahrhunderts begann.


1946 - 1959

Der Aufschwung beginnt

1947 - 1950

Der Aufschwung beginnt

Mit der Einführung von Gantrisin Roche, einem leicht löslichen und gut verträglichen Sulfonamid, wurde in der Bekämpfung von Infektionskrankheiten ein wichtiger Durchbruch erzielt.
Im Gleichschritt mit der Entwicklung von Liquemin und Marcumar (1953) zur Behandlung von thromboembolischen Zuständen wurden mit Fachärzten Blutgerinnungskurse durchgeführt, wobei sich die gerinnungshemmende Therapie vor allem in der Herzinfarktprophylaxe durchsetzte. Bepanthen Roche wurde als Wund- und Heilsalbe in Deutschland registriert und in den Handel gebracht.


1952

Zur Heilung der damals häufigen Tuberkulose wurde Rimifon erfolgreich als Standardtherapie eingeführt.

Gleichzeitig wurde die industrielle Vitamin-B1-Herstellung aufgenommen.


1953 - 1959

Die rasante Geschäftsentwicklung infolge der eingeführten innovativen Arzneimittel und die steigende Nachfrage nach Vitaminen ließ die Zahl der Mitarbeiter bereits auf 900 ansteigen.

Das Fabrikareal mußte ausgedehnt und die Infrastruktur ausgebaut werden.

Bau neuer Anlagen zur Erweiterung der Vitamin-C-Produktion auf 10.000 Tonnen.


1960 - 1971

Zeit der Erweiterung

1960

Anfang der sechziger Jahre gelang mit den Benzodiazepinen der Einstieg in den Bereich der Psychopharmaka. Der sehr erfolgreich verlaufende Absatz von Librium und Valium Roche führte später zu einer Kartelluntersuchung bezüglich der Marktbeherrschung. Der Fall wurde zugunsten von Roche entschieden.


1961 - 1967

In in der Pharmaproduktion wurde die erste vollautomatische Verpackungsstraße eingesetzt, so daß ab diesem Zeitpunkt die Tablettensäulen nicht mehr von Hand gerollt werden mußten.

Bau eines neuen Kesselhauses. Die Anlage wurde nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Koppelung ausgerichtet. 1966 erfolgte schon die Erweiterung des Kesselhauses auf eine Dampfleistung von 150 t/h. Erstellung von Gebäuden zur Unterbringung der Werkstätten und der technischen Abteilungen.


1968

Gründung des Geschäftsbereiches Diagnostika.
Entwicklung und Verkauf von Systemen zur
Anwendung im Bereich der Diagnostika
(Reagenzien und Instrumente).

Aufnahme der Produktion von Ascorbylpalmitat, einer fettlöslichen Verbindung von Vitamin C.


1969 - 1971

Einrichtung der Schulungsstätte zur qualifizierten Ausbildung des Pharma-Außendienstes.

Die mit den Sulfonamiden gemachten Erfahrungen führten mit der Markteinführung des Kombinationspräpartes Bactrim (Sulfamethoxazol + Trimethoprim) zu weiteren Verbesserungen bei der Bekämpfung von Infektionen der Atemwege und des Urogenitaltraktes.


1971 - 1972

Grundsteinlegung des Werks für Biochemie im oberbayerischen Penzberg durch Boehringer Mannheim.

Aus diesem Werk entwickelte sich später das größte biotechnologische Forschungs-, Entwicklungs- und Produktionszentrum des Roche-Konzerns
innerhalb von Europa.

Aufnahme der Produktion von Ascorbylpalmitat, einer fettlöslichen Verbindung von Vitamin C.


1972 - 1985

Grundsteinlegung für die Forschung

1973 - 1974

Einführung von Madopar zur Therapie der Parkinson-Erkrankung

Einführung von Lexotanil, dem ersten erfolgreichen Tages-Tranquilizer aus der Reihe der Benzodiazepine.

Um mit der steigenden Nachfrage Schritt halten zu können, wurde im Anschluß an die bereits auf vollen Touren laufende Produktion von Vitamin C im Norden des Fabrikgeländes mit dem Bau der Großanlage zur Herstellung von Vitamin B1 begonnen.


1975 - 1977

Inbetriebnahme der neuen Vitamin-B1-Anlage.

Eine neue Vitamin-C-Produktionsanlage wurde angefahren. Damit verfügte Grenzach weltweit über die größte Produktionskapazität


1978

Die Weltstars Audrey Hepburn und Ben Gazzara mischen sich unter die Mannheimer Belegschaft. Hollywood-Regisseur Terence Young dreht in Produktions- und Forschungsabteilungen des Boeringer Mannheim Werkes Schlüsselszenen für dem Film „Bloodline“.

Einführung von Rocaltrol gegen Knochenabbau, vor allem bei dialysepflichtigen Patienten.


1979 - 1981

Roche Diagnostics führt den Cobas Bio, das erste vollständig von Roche entwickelte Analysengerät für klinische Labors, ein.

Der Haemo-Glukotest 20-800 von Boehringer Mannheim zur Messung von Blutzuckerkonzentrationen zwischen 20 und 800 mg/dl wird zum Standard für die exakte visuelle Bestimmung von Blutzuckerwerten.


1983 - 1984

Das Roche Lexikon Medizin erscheint 1984 zum ersten Mal. Mittlerweile liegt es in der 4. Auflage vor - auch auf CD-ROM.

Reflolux, inzwischen weltweit unter dem Namen Accu-Chek bekannt, ist das erste Gerät, das eine Blutzucker-Selbstkontrolle für Menschen mit Diabetes ermöglicht.

Ein enzym-immunologischer Test auf der Basis monoklonaler Antikörper zur Überwachung der Therapie bestimmter Krebskrankheiten wird von Roche Diagnostics eingeführt.


1986 - 1997

Innovationen über Innovationen

1986 - 1987

Roche bringt den ersten HIV-Test auf den Markt. Nur fünf Jahre nach Beschreibung des Krankheitsbildes AIDS gibt es damit einen zuverlässigen indirekten Nachweis für das Vorhandensein des Virus, das den Immundefekt auslöst. Der Test erkennt die Antikörper, die gegen das Virus gebildet werden.

Mit Roferon®-A wurde ein erstes rein gentechnologisches Medikament entwickelt und in Deutschland eingeführt. Das Präparat enthält Alpha-Interferon und wirkt gegen bestimmte Krebs- und Viruskrankheiten (zum Beispiel Hepatitis).


1988 - 1989

Die medizinische Überwachung der Astronauten auf der MIR erfolgt mit dem Reflotron von Roche Diagnostics.

Der Vertrieb von nicht verschreibungspflichtigen Präparaten, u.a. Bepanthen Roche (Wundheilung), Saridon (Schmerzmittel), wird mit der damaligen eupharma GmbH in Eppstein zusammengeführt. Dies erlaubte den Einstieg in den Haarpflegebereich (Priorin) und den weiteren Ausbau des OTC-Geschäftes.
Neotigason löst Tigason gegen Psoriasis (Schuppenflechte) und Verhornungsstörungen der Haut ab.


1990 - 1992

Roche erwirbt von der Cetus Corporation, USA, die weltweiten Rechte zur Vermarktung der Polymerase-Kettenreaktion (PCR)-Technik. Die von Roche weiterentwickelte PCR ist bis heute die Schlüsseltechnologie in der Molekulardiagnostik.

Einführung von Aurorix® zur Behandlung von Depressionen und sozialer Phobie. Markteinführung von Neupogen. Das gentechnisch hergestellte Präparat wird vor allem in der Krebsbehandlung als Begleittherapie zum Aufbau des Immunsystems eingesetzt


1993

Der Geschäftsbereich Diagnostika bezieht in Grenzach den Neubau und rüstet sich für die Vermarktung von innovativen Systemen zur Ergänzung der bewährten Geräte aus der Cobas Reihe und die Einführung neuer Technologien (PCR).
Das neue Gerät Accutrend wird Namenspatron der späteren Accutrend-Familie, die die Blutzuckeranalyse revolutionieren wird.
Der Geschäftsbereich Selbstmedikation wird weiter ausgebaut durch die Akquisition von Nicholas (Rennie, Aspro) und die Etablierung der Roche Nicholas Deutschland GmbH.


1994 - 1995

Zu den wichtigsten Neueinführungen in diesem Jahr zählen neben dem oralen Antibiotikum Globocef auch Hivid (Aids) und Pulmozyme zur Behandlung der Mukoviszidose (zystischen Fibrose). Einführung von CellCept gegen Organ-Abstoßreaktionen bei Transplantationen.

Roche Diagnostics führt unter dem Namen Amplicor die ersten diagnostischen Tests ein, die auf der PCR-Technik beruhen. CoaguChek ermöglicht die Selbstkontrolle der Blutgerinnungswerte für Patienten mit Herzklappenersatz durch künstliche Herzklappen, chronischem Vorhofflimmern und einer erhöhten Thromboseneigung.


1996

Markteinführung von Invirase, einem Proteasehemmer, welcher in Kombination mit bereits eingeführten Medikamenten bei der Aids-Therapie erfolgreich eingesetzt und 1999 mit dem Prix Gallen ausgezeichnet wird.
Modernisierung der Großanlage zur Herstellung der pharmazeutischen Spezialiäten und Einrichtung eines Zonenkonzeptes.

Elecsys 2010, ein Analysesystem für die immunologische Diagnostik, wird eingeführt. Es basiert auf dem Prinzip der Elektrochemilumineszenz (ECL) und arbeitet besonders schnell und messempfindlich.


1997

100 Jahre Roche in Deutschland

100-jähriges Firmenjubiläum mit Festakt und Mitarbeiterfest. Wichtige Investitionen zur Modernisierung der Pharma-Produktion (Zonenkonzept) und Inbetriebnahme eines neuen Lagerverwaltungssystems im Bereich Pharma.

Der CARDIAC reader wird in Deutschland eingeführt und ermöglicht innerhalb weniger Minuten die quantitative Bestimmung wichtiger Herzparameter.


1998 - 2004

Der Weg in die Zukunft beginnt

1998

Mit Rituximab (MabThera®) wird der erste monoklonale Antikörper in der Krebstherapie europaweit zur Behandlung des rezidivierten follikulären Lymphoms zugelassen.
Die Anti-Fett-Pille Xenical®, ein lokaler Fettblocker, wird einführt.

Das LightCycler-System setzt neue Maßstäbe für die schnelle Echtzeit-PCR-Analyse in der Forschungsanwendung. Die Einführung von innovativen Produkten zur Diabetesüberwachung bedeutet für Patienten mit Diabetes mehr Komfort, bessere Behandlung des Diabetes sowie praktisch schmerzlose Tests.


1998

Nach der Akquisition der Corange-Gruppe (Boehringer Mannheim und DePuy) am 5. März 1998 wird Roche in Deutschland zu einer der bedeutendsten Länderorganisationen innerhalb des Roche-Konzerns. Alle deutschen Standorte werden unter dem Dach der Roche Deutschland Holding GmbH mit Sitz in Grenzach-Wyhlen eingegliedert.

Roche Diagnostics geht mit der isländischen Firma deCODE eine Kooperation auf dem Gebiet der genetischen Forschung ein. Gemeinsam sollen die erblichen Ursachen häufiger Krankheiten ergründet und neue Maßstäbe für die Anwendung der DNA-Diagnostik geschaffen werden.



1999

Nach über dreijähriger Umbauzeit wird das 1968 in Betrieb genommene Pharma-Produktionsgebäude der Hoffmann-La Roche AG seiner neuen Bestimmung übergeben. Mit einer Summe von insgesamt 34 Millionen DM wurde (bei vollem Betrieb und ohne größere Lieferunterbrechungen oder Qualitätseinbußen) der Umbau der Fabrik betrieben.
Außerdem wird in der Grenzacher Roche- Niederlassung die Salbenherstellung und Verpackung deutlich ausgebaut. Im Jahr '99 werden hier über 35 Millionen Tuben hergestellt - in erster Linie übrigens Bepanthen Produkte, die weltweit vertrieben wurden.


2000

Roche führt Herceptin® zur Behandlung bei fortgeschrittenem Brustkrebs ein.
Im Mai produziert die neue Fermentationsanlage termingerecht erstmals Vitamin B 2. Ebenfalls planmäßig wird im August die Biotin-Anlage in Betrieb genommen und im Oktober feiert Roche gemeinsam mit der lokalen Bevölkerung die Fertigstellung der neuen Betriebe.

Das RTS (Rapid Translation System) von Roche Diagnostics ist das weltweit erste kommerzielle System zur vollautomatischen zellfreien Synthetisierung von Proteinen


2001

Im Februar führt Roche Xeloda® zur Behandlung von Darmkrebs ein, im September erhält Xeloda® nach einem beschleunigten Prüfverfahrens von sechs Monaten die Zulassung bei metastasiertem Brustkrebs in Kombination mit dem Aventis-Präparat Taxotere®.

In Kooperation mit dem Unternehmen Prionics bringt Roche Diagnostics einen zuverlässigen Test zum Nachweis von BSE-Erregern auf den Markt.


2002

Roche führt den ersten oralen Neuraminidase-Hemmer zur Behandlung der Grippe (Influenza A und B) ein. Gleichzeitig wird mit RealFlu das Roche Influenza-Frühwarnsystem eingeführt.
Rituximab (MabThera®) wird zur Erstbehandlung des diffus-großzelligen B-Zell-Non-Hodgkin-Lymphoms zugelassen. .

Mit der Neuentwicklung des Modular Analytics SWA setzt Roche Diagnostics neue Maßstäbe in der Labordiagnostik. Sehr erfolgreich verläuft die Einführung von Elecsys proBNP, dem ersten kommerziell erhältlichen vollautomatischen Test für die Diagnose und Therapieüberwachung der chronischen Herzinsuffizienz.


2003

Einführung des ersten Fusionshemmers in der AIDS/HIV-Therapie:
mit FUZEON wird das Virus gehemmt in eine gesunde Immunzelle zu gelangen, indem die Verschmelzung der Virusmembran mit der Zellmembran verhindert wird. Ein weitere Virusvermehrung wird damit unterbunden.

Mit der Übernahme des Schweizer Medizintechnik-Unternehmens Disetronic, dem weltweit zweitgrößten Hersteller von Insulinpumpen, vollzieht Roche Diagnostics einen weiteren Schritt zum Ausbau des ganzheitlichen Diabetes-Managements.


2004

Der Fusionshemmer Fuzeon (Enfuvirtide) wurde mit dem Prix Galien ausgezeichnet. Bereits zum zweiten Mal erhält die Hoffmann-La Roche AG den begehrten Preis für ein HIV-Medikament und belegt so sein hohes Innovationspotential.

Der AmpliChip CYP450 Test wird in Europa in den Markt eingeführt. Dieser weltweit erste pharmakogenomische Genchip für klinische Anwendungen weist Variationen von Genen nach, die die Wirksamkeit von Medikamenten beeinflussen.


2005 - 2008

Personalisierte Medizin

2005

Nach 30jähriger Forschung wurde mit Avastin (Bevacizumab) ein Medikament entwickelt, das die Blutgefäßneubildung und damit die Sauerstoffversorgung bei Tumoren unterbindet. Avastin wird erstmals in der Behandlung des Darmkrebses eingesetzt.
Mit Tarceva (Erlotinib) führt Roche den ersten "Wachstums-Hemmer" zur Behandlung der häufigsten Form von Lungenkrebs, dem nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom (NSCLC), ein.
Zulassung der weltweit ersten Monatstablette Bonviva (Ibandronat) zur Therapie der Osteoporose bei postmenopausalen Frauen zur Reduktion des Risikos von vertebralen Frakturen.


2005

Roche Diagnostics führt das Genome Sequencer 20 System und den LightCycler 480 am Markt ein. Der Genome Sequencer 20 ermöglicht Forschern, lange DNS-Abschnitte und Genome bis zu hundertmal schneller zu sequenzieren als dies mit anderen kommerziell verfügbaren Systemen möglich ist.

Das globale Logistikzentrum in Mannheim wird ausgebaut. Von hier aus werden Roche-Niederlassungen und Kunden in 170 Ländern weltweit mit rund 7.000 diagnostischen Fertigprodukten versorgt.


2006

Der B-Zell-gerichtete Antikörper MabThera (Rituximab) hat die europaweite Zulassung zur Therapie der Rheumatoiden Arthritis (RA) erhalten. Die Zulassung von Rituximab wurde speziell zur Behandlung von erwachsenen Patienten mit schwerer aktiver Rheumatoider Arthritis erteilt, die auf andere anti-rheumatische Medikamente, einschließlich eines oder mehrerer TNF alpha-Hemmer nicht ausreichend angesprochen oder diese nicht vertragen haben.


2006

Der LightCycler SeptiFast Test ist ein neuer PCR-basierter Test zum frühzeitigen und schnellen DNA-Nachweis von Sepsiserregern
Mit dem CoaguChek XS führt Roche Diagnostics in Form eines besonders handlichen, benutzerfreundlichen und flexiblen Gerätes eine neue Generation des Gerinnungsmonitors zum Selbstmanagement ein.
Mit einem einzigen PCR-basierten Test, dem COBAS TaqScreen MPX Test, können Blutbanken Spenderblut auf mehrere Viren, darunter HIV-1, HIV-2 sowie Hepatitis B und C, gleichzeitig testen.


2007

Die Produktionsanlage Biologics IV wird in Penzberg eingeweiht,
sie dient der biotechnologischen Herstellung des Wirkstoffes Trastuzumab (Herceptin) zur Behandlung von Brustkrebs.

Das cobas h 232 Analysesystem unterstützt die patientennahe Diagnose von Herzerkrankungen, wie etwa chronische und akute Herzinsuffizienz, Herzinfarkt, tiefe Beinvenenthrombose und Lungenembolie. Es zeichnet sich durch Schnelligkeit, Mobilität und eine einfache Handhabung aus.


2007

Die Roche Pharma AG erhielt für das Krebsmedikament Avastin den Galenus-von-Pergamon-Preis 2007 in der höchsten Auszeichnungsstufe (Kategorie A). Der Galenus-Preis gilt als Renommeepreis für innovative Arzneimittel.

2007 erhielt Roche die europaweite Zulassung für das orale Fluoropyrimidin Capecitabin (Xeloda®) beim fortgeschrittenen Magenkarzinom und Erlotinib (Tarceva® ) die EU-Zulassung für die Therapie des metastasierten Pankreaskarzinoms in Kombination mit dem Chemotherapeutikum Gemcitabin.


2008

Das multimodale Färbesystem für die gewebebasierte Krebsdiagnostik Ventana BenchMark Ultra wird in Deutschland eingeführt. Der Ventana BenchMark kann vollautomatisiert, gleichzeitig und von einander unabhängig Protein, DNA- und RNA-Analysen von Gewebeproben durchführen.

Die Europäische Arzneimittelagentur EMEA hat die Zulassung für Avastin (Bevacizumab) zur First-Line-Therapie des fortgeschrittenen Nierenzellkarzinoms erteilt. Mit dem VEGF-Antikörper kann das progressionsfreie Überleben von Nierenkrebspatienten nahezu verdoppelt werden.


2009 - 2013

Neue Perspektiven

2009

Das interaktive Insulinpumpensystem Accu-Chek Combo kombiniert erstmals Blutzuckermessgerät, Insulinpumpe und Datenmanagement.
Mit dem Accu-Chek Aviva Nano bringt Roche eine neue Generation von Blutzuckermessgeräten auf den Markt. Dem kleinen, leichten Gerät reicht eine geringe Blutmenge für die schnelle Messung aus.

Roche Diagnostics bringt den COBAS AmpliPrep/COBAS TaqMan HIV-1 Test v. 2.0 auf den Markt. Es ist der erste Roche-Test zum quantitativen Nachweis des HI-Virus (Humanes Immundefizienz Virus) der auf der Dual-Target-Detektion basiert.


2009

Mit Tocilizumab (RoACTEMRA®) steht eine neue Behandlungsoption zur Verfügung. Der Wirkstoff ist der erste und bisher einzige Vertreter der neuen Substanzklasse der Interleukin-6-Rezeptorenblocker. RoACTEMRA bindet spezifisch sowohl an lösliche als auch an membrangebundene IL-6-Rezeptoren (sIL-6R und mIL-6R).

Das Medikament wird in Deutschland von Roche und dem japanischen Pharmaunternehmen Chugai, einem Unternehmen der Roche-Gruppe, gemeinsam vermarktet.


2010

Roche Diagnostics bringt BenchMark GX auf den Markt.
Die Färbeverfahren des so genannten „Advanced Staining" - wie IHC (Immunhistochemie), ISH (In-situ Hybridisierung), FISH (Fluoreszenz-in-situ-Hybridisierung) - sind unverzichtbare Methoden in der Krebsdiagnostik.

Das Benchmark GX System ist besonders interessant für Labors mit einem geringen Probenvolumen von bis zu 4000 Proben pro Jahr, da diese dadurch Zugang zu einer wirtschaftlichen vollautomatisierten Probenverarbeitung haben.


2010

Roche führt Trastuzumab (Herceptin®) in der Erstlinienbehandlung des metastasierten HER2-positiven Magenkarzinoms und des Adenokarzinoms des gastroösophagealen Übergangs (GEJ) ein.

Es handelt sich hierbei um den ersten zielgerichteten (targeted) Therapieansatz beim Magenkarzinom. Der Anti-HER2-Antikörper Herceptin hat sich als targeted therapy bereits bei Brustkrebs bewährt.


2011

Die Roche Pharma AG feierte Einweihung anlässlich der Erstellung zweier neuer Gebäude.
Einhergehend mit der Schaffung einer eigenen Energieversorgung für alle Roche Gebäude am Standort Grenzach zogen 160 Personen in das neue Bürogebäude ein.

Das Investitionsvolumen betrugt 30 Millionen Euro, wovon, so Dr. Hagen Pfundner, Vorstand der Roche Pharma AG, über 80 % der Bausumme an die Handwerksbetriebe aus der Region vergeben wurden.


2012

Galenus-von-Pergamon-Preis 2012

Roche erhält Galenus-von-Pergamon-Preis 2012 und PZ Innovationspreis für Hautkrebsmedikament.

Die Roche Pharma AG hat für das Krebsmedikament Vemurafenib (Zelboraf) den Galenus-von-Pergamon-Preis 2012 in der Kategorie Specialist Care erhalten. Der von der "Ärzte Zeitung" gestiftete Galenus gilt als Renommeepreis für innovative Arzneimittel.

"Vemurafenib ist die erste Option für eine personalisierte Therapie bei inoperablem oder metastasiertem Melanom.“ lautete eine der Begründungen der 14 köpfigen Jury.


2013

Pertuzumab mit Galenus-von-Pergamon-Preis 2013 ausgezeichnet

Das von der Roche Pharma AG entwickelte innovative Brustkrebsmedikament Pertuzumab (Perjeta) wurde in der Kategorie „Specialist Care“ mit dem renommierten Galenus-von Pergamon-Preis ausgezeichnet.

Nach Avastin im Jahr 2007 und Zelboraf 2012 ist dies bereits die dritte Auszeichnung für ein von Roche entwickeltes Medikament.

Bei dem neuen Medikament handelt es sich um eine Innovation „made in Germany“ – Pertuzumab wurde am Roche-Standort Penzberg maßgeblich erforscht und entwickelt.