Häufige Fragen
Ist Krebs ansteckend?
Nein, Krebs ist nicht ansteckend. Es gibt aber bestimmte Viren, darunter die humanen Papillomviren (HPV), mit denen sich Frauen und Männer beim Geschlechtsverkehr anstecken können. Eine lang anhaltende Infektion mit bestimmten Hochrisiko-HPV-Typen kann zu Gebärmutterhalskrebs führen.
Warum bieten Kondome keinen ausreichenden Schutz gegen eine HPV-Infektion?
Humane Papillomviren werden nicht über Körperflüssigkeiten wie Blut oder Sperma übertragen, sondern über die Haut. Diesen Kontaktbereich können Kondome nicht vollständig abdecken.
Kann eine Impfung vor Gebärmutterhalskrebs schützen?
Erste Erfahrungen mit den Impfstoffen zeigen, dass sie vermutlich gegen 70 Prozent aller Hochrisiko-HPV-Typen immunisieren, vorausgesetzt die Impfung erfolgt möglichst vor dem ersten Sexualkontakt und dem damit verbundenen Risiko einer Infektion mit HPV-Hochrisiko-Typen. Die derzeitigen Impfstoffe können allerdings nicht alle Hochrisiko-HPV-Typen erfassen.
Warum ist der Pap-Test alleine nicht immer zuverlässig?
Der Pap-Test untersucht Abstriche von der Gebärmutterhalsschleimhaut auf äußerlich sichtbare, krankhaft veränderte Zellen. Die so genannte Dünnschicht-Zytologie gewährleistet dabei, dass die Zellen so vereinzelt auf dem Glasträger aufgetragen werden können, dass sie besser zu erkennen und damit auszuwerten sind. Doch je nachdem, wie der Abstrich gefärbt und auf Glasträger fixiert wird, können kranke Zellen trotzdem dem Auge des Untersuchers entgehen. Die Bewertung von Pap-Testergebnissen ist im Gegensatz zu Verfahren, die die Erbsubstanz der humanen Papillomviren nachweisen, deshalb sehr von der Qualität des Abstriches und Ausstriches auf dem Glasträger sowie der Erfahrung des beurteilenden Arztes abhängig.
Im Vergleich zu einem konventionellen Abstrich (links) gewährleistet die Dünnschicht-Zytologie, dass die Zellen so vereinzelt auf dem Glasträger aufgetragen werden können, dass sie besser zu erkennen sind.
Bildquelle: Cytyc Corpoaration
Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, bei einem positiven HPV-Test an Krebs zu erkranken?
Sehr gering. Wegen der langen Latenzzeit zwischen einer HPV-Infektion und dem Wachstum eines manifesten Tumors lässt sich eine Krebserkrankung bei positivem Virustest fast immer verhindern – vorausgesetzt die Infektion wird frühzeitig diagnostiziert. Hierbei ist es wichtig zu wissen, welcher HPV-Typ für die Infektion verantwortlich ist, um zielgerichtet behandeln zu können.
Bezahlen die Krankenkassen diesen Test?
Bisher zahlen die Kassen nur dann einen HPV-Test, wenn ein unklares oder schwer interpretierbares Pap-Testergebnis vorliegt. In allen anderen Fällen gilt der Hybridisierungstest oder der PCR-basierte HPV-Nachweis noch als selbst zu bezahlende individuelle Gesundheitsleistung (IGeL).
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