Diagnose

Zuverlässige Testverfahren

Es ist schwierig, Röteln allein aufgrund ihres klinischen Erscheinungsbildes zu diagnostizieren. Zuverlässig können Röteln deshalb erst dann diagnostiziert werden,

  • wenn sich im Blut spezielle Antikörper finden oder
  • wenn das Erbgut (RNA ) des Virus in Körperflüssigkeiten nachgewiesen werden kann
    (direkter Nachweis).
Der Nachweis der Virus-RNA erfolgt mithilfe der Polymerase-Kettenreaktion (PCR), einem hochempfindlichen Verfahren, das kleinste Mengen viraler Erreger in Proben nachweisen kann. Besonders wichtig ist dieser direkte Nachweis in der Pränataldiagnostik. Dazu entnimmt der Arzt der Schwangeren Fruchtwasser und prüft mithilfe der PCR, ob sich darin virales Erbgut findet. Zusätzlich lässt sich ab der 22. Schwangerschaftswoche das Blut des werdenden Kindes auf Antikörper gegen Rötelviren untersuchen. Sowohl die Probenentnahme als auch die Labordiagnostik erfordern viel Erfahrung und sollten nur durch ausgewiesene Experten erfolgen.