Was ist Syphilis?
Neuerkrankungen nehmen wieder zu
Die Syphilis, auch „Lues“ genannt, wird von Treponema pallidum, einem spiralförmigen Bakterium aus der Familie der Spirochäten, verursacht. Die Erkrankung kommt nur beim Menschen vor. Die Erreger werden durch direkten Kontakt, meist während des Geschlechtsverkehrs, übertragen, und gelangen durch kleine Verletzungen in Haut oder Schleimhaut in den Körper. Ohne Behandlung führt die Infektion oft zu chronischem Leiden und Tod. Die einmalige Erkrankung schützt nicht vor einer neuen Infektion.
Seit einigen Jahren werden in Westeuropa wieder zunehmend Neuerkrankungen festgestellt, auch in Deutschland. Im Jahr 2007 registrierte das Robert Koch Institut 3.258 neue Fälle der Geschlechtskrankheit, 2008 ging die Zahl der Erkrankten auf 3.172 zurück – seit 2004 hat sich die Zahl der Neuerkrankungen bei 3.000-3.500 Fällen eingependelt. Bundesweit erkranken derzeit ca. vier unter 100.000 Einwohnern an Syphilis. In Deutschland zählt Syphilis zu den meldepflichtigen Krankheiten: Das Labor, das den Erreger nachweist, meldet den Fall anonym, ohne Angabe des Namens an das Robert Koch Institut in Berlin. Die früher erfolgende namentliche Meldung ist nach geltendem Gesetz nicht mehr erforderlich.
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