Therapie

Untersuchung einer Blutprobe

Untersuchung einer Blutprobe

Erste Wahl: Penicillin

Die Syphilis wird mit Antibiotika behandelt. Mittel der Wahl gegen das Bakterium Treponema pallidum ist Penicillin. Bei Patienten, die auf Penicillin allergisch reagieren, können andere Antibiotika (Erythromycin, Tetracyclin) verwendet werden. Bei Schwangeren und bei Kindern dürfen Tetracycline nicht eingesetzt werden. Weil sich die Bakterien nur langsam vermehren (Generationszeit von rund 30 Stunden), Penicillin aber eine kürzere Halbwertszeit hat, ist es erforderlich, die medikamentöse Therapie in ausreichender und regelmäßiger Dosierung vorzunehmen.

Wie lange behandelt werden muss, richtet sich nach dem Stadium: Besteht die Krankheit seit rund 1 Jahr, sollte die Antibiotika-Therapie 2 Wochen, bei einer Krankheitsdauer von über 1 Jahr 3 Wochen lang erfolgen. Bei etwa jedem 2. Patienten kommt es nach der ersten Antibiotika-Gabe zur so genannten Jarisch-Herxheimer-Reaktion: Die Erreger sterben massenhaft ab und setzen dabei Gifte (Endotoxine) frei. Dies führt zu Fieber, Schüttelfrost, Muskel- und Kopfschmerzen. Die Beschwerden lassen sich mit fiebersenkenden Medikamenten und Bettruhe lindern. Um den Therapieerfolg zu beurteilen, wird nach einigen Monaten erneut eine Blutprobe entnommen und im Labor auf die Erreger untersucht. Mit der Antibiotika-Behandlung ist die Infektion in der Regel ausheilbar.