Diagnose

Toxoplasmose Blutzellen

Toxoplasmose Blutzellen

Indirekter und
direkter Erregernachweis

Um eine Toxoplasmose festzustellen, wird Blut abgenommen und im Labor untersucht. Zunächst erfolgt ein Toxoplasma-Antikörper-Suchtest, das heißt, es wird im Blut nach Antikörpern gefahndet, die von Immunzellen gebildet wurden, um die Parasiten abzuwehren.

1.: IgM- und IgG-Antikörper
Die so genannten IgM-Antikörper sind bereits eine Woche nach der Infektion nachweisbar. Sie erreichen innerhalb von zwei bis vier Wochen maximale Werte. Eine weitere Antikörperklasse, die so genannten IgG-Antikörper, treten etwas später auf, erreichen nach zwei bis vier Monaten Maximalwerte und bleiben über viele Jahre im Blut erhalten. Der Antikörper-Suchtest ist heute das gängige Verfahren, um eine Infektion mit Toxoplasma gondii zu diagnostizieren.

2.: Direkte Nachweistests
Zum direkten Nachweis wird zumeist ein molekularbiologisches Verfahren, die Polymerase-Kettenreaktion (PCR), eingesetzt. Die PCR dient auch dazu, rasch eine pränatale Toxoplasma-Infektion abzuklären: Mithilfe der PCR sind im Fruchtwasser oder im Nabelschnurblut Erbgutspuren des Erregers nachweisbar und Informationen über eine mögliche Infektion des Kindes zu erhalten.

3.: Mäuse-Inokulationstest
Hierbei wird das Material einer Probe, beispielsweise aus Lymphknoten oder Plazenta, auf Mäuse übertragen, die nicht mit dem Toxoplasmose-Erreger infiziert sind. Ist der Patient, von dem die Probe stammt, von dem Erreger befallen, lassen sich im Blut der Mäuse nach drei bis sechs Wochen Antikörper nachweisen. Anstelle des Mäuse-Inokulationstests kann auch versucht werden, die Toxoplasmose-Erreger in Zellkulturen zu züchten. Resultate liegen dann in wenigen Tagen vor.