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Hepatitis

Eine Entzündung der Leber

Eine Hepatitis ist eine Entzündung der Leber. Sie äußert sich durch Symptome wie Abgeschlagenheit, Fieber und Appetitlosigkeit, hinzu kommen Übelkeit und Erbrechen, Durchfall und Bauchschmerzen. Manchmal haben Hepatitiskranke Gelbsucht, medizinisch „Ikterus“ genannt: Haut, Schleim- und Bindehäute färben sich gelb, weil die entzündete Leber den Gallen­farbstoff Bilirubin nicht mehr bewältigen kann und er aus dem Blut in das umliegende Gewebe übertritt. Der Urin ist oft dunkel, der Stuhl graugelb verfärbt.

Zu diesen Symptomen kommt es, wenn Leberzellen zugrunde gehen: Die Topspezialisten des Organismus sind unter anderem zuständig für die Entgiftung des Körpers, aber auch für die Bildung des Energiespeichers Glykogen oder von Eiweißen wie den Blutgerinnungsfaktoren. Die Symptome können plötzlich einsetzen (akute Verlaufsform) oder schleichend beginnen und längere Zeit anhalten (chronische Verlaufsform).

Viele Ursachen

Weder das Krankheitsbild der Hepatitis noch seine Ursache sind eindeutig: Eine Entzündung der Leber kann durch diverse Gifte ausgelöst werden, beispielsweise durch chronischen Alkohol- oder Medikamentenmissbrauch. Eine Leberentzündung kann aber auch die Folge einer Infektion mit Parasiten, Bakterien oder Viren sein. Am häufigsten ist eine durch Hepatitis-Viren verursachte Leberentzündung. Die Wissenschaftler kennen gegenwärtig sieben recht unterschiedliche Viren, die eine Entzündung der Leber herbeiführen können und nach der Buchstabenfolge des Alphabets (A bis G) benannt sind.

Entzündungen der Leber, die durch eine Infektion mit diesen Viren verursacht werden, nennen die Mediziner Virushepatitiden. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts wurden im Jahr 2008 insgesamt 8.200 Infektionsfälle (Typ A-E) gemeldet.