Diabetestherapie

 

Ein schlecht eingestellter Diabetes kann schwere Folgekomplikationen nach sich ziehen.

Eine konsequente und gute Einstellung des Blutzuckerwertes – der sich möglichst nah an den Werten von Stoffwechselgesunden orientieren soll - hilft entscheidend, die Folgeerkrankungen zu vermeiden oder zumindest herauszuzögern und abzumildern.

Neben einer möglichst optimalen Blutzuckereinstellung mit regelmäßigen Kontrollen trägt eine gesunde Lebensweise entscheidend dazu bei.

Die Säulen der Diabetestherapie sind der Einsatz von blutzuckersenkenden Medikamenten bzw. Insulin, Bewegung, Motivation des Patienten, Selbstkontrolle und Ernährung.

Ernährung und Bewegung

Regelmäßige Bewegung kann eine Verbesserung des Zuckerstoffwechsels bewirken. Ein einfacher Spaziergang, Treppensteigen oder leichte Gartenarbeit kombiniert mit einer ausgewogenen und bewussten Ernährung hilft Gewicht zu reduzieren und die Blutzuckerwerte zu verbessern.

Blutzuckerselbstkontrolle

Die regelmäßige Blutzuckerselbstkontrolle stellt für Menschen mit Diabetes die elementare Grundlage für eine erfolgreiche Diabetestherapie dar. Zu wissen, wie der Stoffwechsel auf das individuelle Verhalten reagiert, gibt Aufschluss über die Gestaltung des Alltags und führt zu mehr Sicherheit im Umgang mit Diabetes.

Schulung

Innerhalb einer Schulung bei einem/r Diabetesberater/in wird dem Patienten das nötige Wissen über alle Maßnahmen der Diabetestherapie vermittelt. Unter anderem die richtige Blutzuckerselbstkontrolle, Bewegung und Ernährung.

Behandlung mit Insulin

Aufgrund des vollständigen Insulinmangels muss der Typ-1-Diabetiker mit einer Insulintherapie behandelt werden. Beim Typ-2-Diabetiker kommen zunächst oft Blutzucker senkende Tabletten und gewichtsreduzierende Maßnahmen zum Einsatz. Wenn jedoch die Bauchspeicheldrüse zu wenig oder gar kein Insulin mehr herstellt, dann ist auch hier eine Therapie mit Insulin nötig. Diese kann unterschiedliche Formen annehmen und auf die jeweilige Situation des Patienten angepasst werden.

Kombinationstherapie

Unter einer Kombinationstherapie versteht man eine Therapieform, bei der blutzuckersenkende Tabletten mit Insulin kombiniert werden. Sie ist oft der Einstieg in die Insulintherapie.

CT – Die konventionelle Insulintherapie

Bei dieser Therapie spritzt der Patient zu festgelegten Zeiten am Tag Insulin mit einem festgelegten Mischungsverhältnis von kurz- und langwirksamen Insulinen. Die Aktivitäten und Mahlzeiten richten sich bei dieser Therapieform nach einem strengen Tagesplan.

ICT – Die intensivierte konventionelle Insulintherapie

Zur Abdeckung des Grundbedarfs spritzt der Patient einmal am Tag langwirksames Insulin, und bei den Mahlzeiten eine genau berechnete Dosis kurz wirksames Insulin, dessen Menge sich nach dem Energiegehalt der Nahrung richtet. Bei dieser Therapieform sind der Tagesrhythmus und die Mahlzeiten flexibel.

CSII – Die kontinuierliche, subkutane Insulintherapie oder Insulinpumpen-Therapie

Mit der Insulinpumpentherapie kann die Insulinabgabe dem Verhältnis im gesunden Organismus am besten nachgeahmt werden. Der Grundbedarf an Insulin wird versorgt,  indem alle drei Minuten kleine Mengen Insulin ins Unterhautfettgewebe abgegeben werden. Zusätzlich wird zu den Mahlzeiten Insulin per Knopfdruck abgegeben. Die Insulinpumpen-Therapie erlaubt eine sehr flexible und spontane Tagesplanung.

Mehr Informationen über die zuvor genannten Themen sowie verschiedene Online Workshops finden Sie auf www.accu-chek.de/diabetes-verstehen