Diabetestypen
Die bekanntesten Formen der Stoffwechselerkrankung sind der Typ-1- und der Typ-2-Diabetes.
Typ-1-Diabetes: Der „jugendliche“ Diabetes
Der Typ-1-Diabetes tritt meist vor dem 40. Lebensjahr auf, häufig auch bei Kindern und Jugendlichen, und ist eine Autoimmunerkrankung. Das körpereigene Abwehrsystem bildet, z. B. nach einem Infekt, Antikörper gegen die insulinproduzierenden Zellen und zerstört diese. Die Bauchspeicheldrüse produziert kein bzw. kaum noch Insulin. Die Ursachen des Typ-1-Diabetes sind nach wie vor nicht abschließend geklärt.
Typ-2-Diabetes: Der „Altersdiabetes“
Der häufigere Typ-2-Diabetes, früher auch „Altersdiabetes“ genannt, betrifft meist Menschen ab dem 40. Lebensjahr. Inzwischen erkranken aber auch immer mehr Kinder und Jugendliche an dieser Form. Übergewicht und Bewegungsmangel werden häufig als Ursachen diskutiert und auch die genetische Prädisposition spielt bei diesem Diabetestyp eine Rolle. Die Bauchspeicheldrüse produziert eigentlich genug Insulin, doch mit zunehmendem Körpergewicht wirkt das Insulin immer schwächer. Anfangs versucht die Drüse durch eine Überproduktion an Insulin den Wirkverlust auszugleichen. Mit der Zeit sind die insulinproduzierenden Zellen durch die erhöhte Aktivität so geschädigt, dass nur noch wenig Insulin produziert werden kann, und der Blutzucker bleibt erhöht. Der Patient merkt lange nichts davon, da er sich nicht krank fühlt.
Gestationsdiabetes (Schwangerschaftsdiabetes)
Als Gestationsdiabetes bezeichnet man einen Diabetes, der während der Schwangerschaft auftritt bzw. erkannt wird. Der Diabetes verschwindet meist nach der Schwangerschaft, jedoch besteht ein erhöhtes Risiko, später einen Diabetes mellitus zu entwickeln.
LADA (Late Onset Autoimmunity Diabetes in the Adult)
Eine Sonderform des Typ-1-Diabetes ist der versteckte Autoimmundiabetes bei Erwachsenen. Menschen mit diesem langsam fortschreitenden Autoimmundiabetes sind meist normalgewichtig und älter als 30 Jahre.
MODY (Maturity Onset Diabetes in the Young)
Der MODY-Diabetes tritt häufig bei Kindern und Jugendlichen vor dem 25. Lebensjahr auf und galt früher als "jugendlicher Typ-2". Er beruht auf einer vererbten Störung des Glukosestoffwechsels. Häufig muss diese Form des Diabetes zumindest in der Frühphase noch nicht mit Insulin behandelt werden.
Mehr Informationen über die zuvor genannten Themen finden Sie auf www.accu-chek.de/diabetes-verstehen
Drucken
Bookmark