Krankheitsverlauf

Gefährdung von Mutter und Kind

Die Erkrankung macht sich zumeist im letzten Schwangerschaftsabschnitt bemerkbar. Sie kann jedoch auch bereits früher, nach der 20. Schwangerschaftswoche auftreten. Solche „early onset – Präeklampsien“ (20. bis 34. Schwangerschaftswoche) verlaufen meist schwerer als später einsetzende, zumal das Kind als Frühgeborenes auf die Welt kommt. Eine Folge der Präeklampsie können schwere Krampfanfälle sein, die epileptischen Anfällen gleichen und das Leben von Mutter und Kind akut bedrohen. Eine zweite akute und lebensbedrohliche Komplikation der Präeklampsie ist das „HELLP-Syndrom“ (Hämolyse, Elevated Liver Enzymes, Low Platelets). Dabei zerfallen rote Blutkörperchen (Hämolyse), die Anzahl der Blutplättchen sinkt und die Blutgerinnung ist beeinträchtigt. Die Folgen können Nieren- und Leberversagen, innere Blutungen und ein plötzliches Ablösen des Mutterkuchens (Plazenta) sein. Auch ohne diese schwerwiegenden Folgen gefährdet die Präeklampsie die normale Entwicklung des Kindes im Mutterleib.