Adipositas
Blitzdiäten und die Folgen
Die sogenannten Blitzdiäten sind darauf angelegt,
daß Gewicht in sehr kurzer Zeit verloren geht. Ist das
Wunschgewicht erreicht, essen die meisten Menschen in der
Folgezeit wieder normal, d.h. so wie vor der Diät.
Dieser Wechsel bewirkt folgendes: In den ersten Tagen
ist eine relativ schnelle Gewichtsabnahme zu verzeichnen.
Hierbei wird aber nur Körperwasser ausgeschwemmt.
Beim weiteren Fasten baut der Körper zur Deckung
des Energiebedarfs körpereigenes Eiweiß, also
Muskeln ab. Der Muskelabbau hat aber ein Absinken des
Energiebedarfs zur Folge, da nun weniger Muskeln Energie
verbrennen. Der Grundumsatz sinkt, der Körper braucht
zum Funktionieren weniger Energie als vorher. Die Fettreserven
sind bis jetzt noch nicht angegriffen worden. Sie werden
so lange wie möglich - so hat es die Natur eingerichtet
- für längere Notzeiten gespeichert.
Nach einer Blitzdiät hat sich der Körper also
wegen des Muskelabbaus auf einen geringeren Grundumsatz
eingestellt. Wenn jetzt (nach der Diät) wieder das
angestammte Eßverhalten angenommen wird, passiert
folgendes: Überschüssige Kalorien werden vermehrt
als Fett eingelagert, weil der Körper nun weniger
verbraucht. Die daraus resultierende Gewichtszunahme kann
über dem Wert des Ausgangsgewichts liegen. Der alte
Grundumsatz stellt sich nur langsam wieder ein. Dieses
Prinzip nennt man Jo-Jo-Effekt.
Die Wirkung von Blitzdiäten

Nach einer raschen Gewichtsabnahme erfolgt eine rasche
Gewichtszunahme über das Ausgangsgewicht hinaus.
Crash- oder Blitzdiäten taugen nichts, da das Gewicht um so schneller wieder ansteigt. Nur langfristiges und gesundes Abnehmen hat auf Dauer Erfolg.
vD=vor
der Diät:
ein relativ stabiles Gleichgewicht zwischen Nahrungsaufnahme
und Nahrungsbedarf ist erreicht
nD=nach
der Diät:
in der Zeit nach einer Blitzdiät übertrifft
die Nahrungsaufnahme deutlich den Nahrungsbedarf durch
die vorher gewohnte Nahrungsmenge. Dadurch erreicht man
schneller ein Plateau, das höher ist, als es vorher
war.
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