Adipositas Energieverbrauch und Energiezufuhr

energieumsatz

Der Energieverbrauch in Prozent

Der Energieverbrauch eines Menschen läßt sich aufteilen in drei Komponenten: Grundumsatz, nahrungsbedingte Wärmefreisetzung (Thermogenese) und körperliche Aktivität.

Die meiste Energie verbraucht der Grundumsatz des Körpers. Der Grundumsatz ist die Menge an Energie, die jeder zur Aufrechterhaltung sämtlicher Körper-funktionen (wie z.B. Atmung und Herzschlag) braucht. Die Höhe des Grundumsatzes ist zum Teil genetisch bestimmt.

Großen Einfluß hierauf nimmt die Muskelmasse, da sie den entscheidenden Kalorienverbraucher in unserem Körper darstellt. Das bedeutet, über eine Vermehrung der Muskelmasse kann der Grundumsatz gesteigert werden. Bei einem Muskelabbau sinkt dagegen der Grundumsatz.

Bewegung und Training vermehren die Muskelmasse, damit wird der Grundumsatz erhöht. Das macht sich Tag für Tag 24 Stunden - auch im Schlaf - am Energieverbrauch bemerkbar. Darüber hinaus verbraucht der Körper bei erhöhter Aktivität noch einmal mehr Energie.

Dieser Mechanismus kommt heute häufig zu kurz. Die meisten Menschen haben eine sitzende Tätigkeit, und auch in der Freizeit wird dieser Bewegungsmangel oft nicht genügend ausgeglichen.

Die Energiezufuhr

Die heutige Ernährung unterscheidet sich erheblich von dem, was unsere Vorfahren aßen. Der damalige Speiseplan wäre uns heute zu eintönig und ungewohnt. Obwohl sich unser Körper gerade an diese Lebensmittel besonders gut angepaßt hat und wir mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt würden.

Statt dessen locken uns tagtäglich Lebensmittel, die das biologische Programm überfordern. Es besteht zudem die Möglichkeit, zu jeder Zeit und an jeder Ecke etwas essen zu können. Dies alles führt dazu, daß zuviel und vor allem das Falsche gegessen wird. Das Falsche - das sind nicht die verschiedenen Brotsorten, die Gummibärchen oder das Glas Wein. Der entscheidende Unterschied zu früher ist der erhöhte Fettanteil in unserer Nahrung. Heute werden die Kohlenhydrate gegen Fett ausgetauscht, das ist ernährungsphysiologisch gesehen ein schlechter Tausch.