Blutgerinnung

Nach einem alten Sprichwort ist Blut «ein besonderer Saft». Es zirkuliert ständig im Körper, versorgt alle Organe mit Sauerstoff und Nährstoffen, transportiert Schlackstoffe ab und besitzt die Fähigkeit, unter bestimmten Bedingungen zu gerinnen.

Wenn Sie sich zum Beispiel verletzt haben, blutet die Wunde. Aber nach kurzer Zeit hört die Blutung auf, weil das austretende Blut gerinnt und damit die Wunde verschließt. So sorgt die Natur dafür, daß Sie nicht verbluten und die Wunde unter dem geronnenen Blut heilen kann. Dies ist ein Schutzmechanismus.Dieser Schutzmechanismus bewirkt aber bei bestimmten Erkrankungen das Gegenteil, wenn Blut im Körper, genauer gesagt im Gefäßsystem, gerinnt. Das kann dazu führen, daß sich in einem Gefäß ein Blutpfropf, ein sogenannter Thrombus, bildet. Der Thrombus kann das Gefäß so dicht verschließen, daß in die nachfolgenden Versorgungsgebiete kein Blut mehr fließt. Es entwickelt sich eine Thrombosekrankheit mit Untergang von Organgewebe.

Ein Thrombus kann aber auch durch den Blutstrom fortgerissen werden und zum Embolus, zum «Wanderer», werden. Er wird vom Entstehungsort weggeschwemmt und kann so in einem anderen Gebiet ein Gefäß verschließen. Dann sprechen wir von einer – meist lebensbedrohlichen – Embolie.Gemäß dem Grundsatz, daß «Vorbeugen besser ist als Heilen» versucht man deshalb schon die Enstehung einer Thrombose und damit auch die Embolie zu verhindern. Wie man das macht? Nun, indem man durch «Gerinnungshemmer» das Blut in gewissen Grenzen daran hindert, zu gerinnen.