Influenza
Weitere Behandlungsmaßnahmen
Wann werden Antibiotika eingesetzt?
- Weil Antibiotika nur Bakterien bekämpfen und gegen Viren nutzlos sind, können sie die Influenza-Erkrankung nicht ursächlich bessern. Daher ist der Einsatz von Antibiotika erst nach Auftreten von bakteriellen Komplikationen in Folge der Influenza indiziert. Ihr Arzt wird über den sinnvollen Einsatz von Antibiotika entscheiden.
- Treten in Folge der Influenza bakterielle Komplikationen auf, sind Antibiotika die Mittel der Wahl.
Reichen symptomlindernde Medikamente nicht aus?
- Weil symptomlindernde Medikamente die Vermehrung und Ausbreitung der Influenza-Viren nicht aufhalten, können Sie nicht die Ursache der Krankheit bekämpfen und verschaffen lediglich kurzfristig Linderung.
- Komplikationen wie Lungenentzündung oder Bronchitis, die durch Bakterien hervorgerufen werden, lassen sich mit symptomlindernden Medikamenten in der Regel nicht verhindern.
Welche zusätzlichen Maßnahmen soll ich noch beachten?
- Während der akuten Phase der Erkrankung ist es wichtig, Bettruhe einzuhalten und auch anschließend sollten Sie sich noch einige Zeit schonen.
- Gurgeln mit Salzlösung und heiße Getränke können die Rachenentzündung lindern.
- Weiterhin wirken Inhalationen mit Salzlösungen oder Warmdampf (z.B. mit Kamillenlösung) oft wohltuend.
- Bei Fieber sollten Sie ausreichend trinken, denn Ihr Körper verliert durch das Schwitzen viel Flüssigkeit. Kaffee, schwarzer Tee und Alkohol sind allerdings weniger geeignet.
Wie wurde die Influenza vor Einführung der Neuraminidase-Hemmer behandelt?
- Bis vor nicht allzu langer Zeit waren die Behandlungsmöglichkeiten bei Influenza begrenzt. Gegen die eigentliche Ursache der Erkrankung, die Influenza-Viren, war man machtlos.
- An Medikamenten, die gegen Influenza-Viren wirksam sind, stand lange nur das Amantadin zur Verfügung.
- Amantadin wirkt aber ausschließlich gegen Influenza A-Viren und nicht gegen Influenza B-Viren.
- Weil anhand der Krankheitszeichen nicht zwischen Influenza A- und B-Viren zu unterscheiden ist, limitiert sich der Einsatz dieser Präparate.
- Amantadin kann unangenehme Nebenwirkungen am zentralen Nervensystem hervorrufen.
- Außerdem werden die Grippe-Viren schnell unempfindlich gegen das Medikament: eine so genannte "Resistenz" tritt auf.
- Meist wurden die Symptome wie Fieber, Husten oder Schmerzen mit rezeptfreien Medikamenten behandelt.
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