Influenza
Viren-Aufbau
Wie sind Influenza-Viren aufgebaut?
- Influenza-Viren sind kleinste rund-ovale Gebilde mit einem Durchmesser von 80 bis 120 nm.
Die Virushülle
- Die Virushülle besteht aus Eiweißen und Lipiden.
- Aus der Virusoberfläche ragen zwei Eiweiße (Oberflächeneiweiße) wie aufgesetzte Stacheln heraus. Sie werden als Hämagglutinin und Neuraminidase bezeichnet. Beide haben unterschiedliche Funktionen.
- Das Hämagglutinin ist für die Bindung des Virus an die Atemwegszelle und für die Verschmelzung mit der Zielzelle zuständig. Das Virus dringt in die Zelle ein und vermehrt sich dort.
- Mit dem Enzym Neuraminidase befreien sich die Influenza-Viren wieder aus den Zellen, in denen sie sich vermehrt haben. Danach können sie sich ausbreiten und neue Zellen befallen. Wirksame Medikamente gegen die Influenza A- und -B Viren, so genannte Neuraminidase-Hemmer, blockieren das Enzym. Die Viren können sich nicht mehr von der Zelle ablösen und keine weiteren Zellen mehr infizieren.
- Nur bei Influenza A-Viren ist ein weiteres Eiweiß in die Virushülle eingebettet, das so genannte Matrixprotein (M2). Das M2-Protein ist der Angriffspunkt für Amantadin, ein Medikament, das selten zur Bekämpfung von Influenza-Viren verwendet wurde. Amantadin blockiert das M2-Protein und hemmt die Vermehrung der Influenza A-Viren. Weil Influenza B-Viren kein M2-Protein besitzen, ist Amantadin gegen Influenza B-Viren unwirksam.
Das Innere des Virus
Die Erbsubstanz im Inneren der Influenza A- und B-Viren besteht aus Ribonukleinsäure (RNS). 
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