Influenza
Grippe-Welle
Was versteht man unter einer Grippe-Welle?
- Influenza-Viren sind weltweit verbreitet. Sie führen jedes Jahr im Winter zu sporadischen Erkrankungen, regionalen Ausbrüchen oder Grippe-Epidemien, die sich in ihrer Intensität und Schwere unterscheiden.
Auf der Nordhalbkugel der Erde tritt die Grippe meist zwischen November und April, auf der Südhalbkugel zwischen Mai und September auf. Influenza-Ausbrüche dauern etwa 5 bis 8 Wochen und gehen genauso schnell vorüber, wie sie gekommen sind.

Wie sind die Ansteckungsraten?
Die Ansteckungsrate hängt von der Abwehrsituation der Bevölkerung und von den Eigenschaften der Influenza-Viren ab.
- In einem Winter ohne schwere Epidemie infiziert sich etwa jeder zehnte Erwachsene und jedes dritte Kind mit dem Influenza-Virus.
- Alle paar Jahre tritt eine größere Grippe-Epidemie auf, bei der sich bis zu 20 % der Bevölkerung mit dem Influenza-Virus infizieren.
- Bei einer weltweiten Epidemie, einer so genannten Pandemie, infiziert sich ein Großteil der Bevölkerung.
Wie deutet sich eine Grippewelle an?
- Den ersten Hinweis auf eine Grippe-Welle liefern häufig Kinder, die mit fiebrigen Atemwegserkrankungen vermehrt den Arzt aufsuchen.
- Meist werden kurze Zeit später auch Influenzaerkrankungen bei Erwachsenen berichtet.
- Krankenhaus-Einweisungen wegen Lungenentzündungen, Verschlechterung von chronischen Erkrankungen des Herzens (z.B. Herzinsuffizienz), der Lunge (z.B. Asthma, chronische Bronchitis, Emphysem) oder von Diabetes nehmen zu.
- Während der Grippe-Welle kann die Zahl der Krankschreibungen und Fehlzeiten am Arbeitsplatz oder in der Schule erheblich ansteigen. Mehr Menschen als sonst sterben in dieser Zeit (so genannte " Übersterblichkeit" während einer Grippe-Epidemie). Die Übersterblichkeit wird berechnet, indem die Zahl der Verstorbenen in einem Zeitraum einer Grippe-Epidemie erhoben wird und davon die Zahl der Gestorbenen während eines gleichen Zeitraums ohne Epidemie abgezogen wird.
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