Influenza

Epidemie

Alle paar Jahre kommt es zu einer größeren Grippe-Epidemie, bei der sich bis zu 20 % der Bevölkerung mit dem Influenza-Virus infizieren können. Kinder verbreiten die Influenza als wichtige Infektionsquelle rasch in Schulen und Kindergärten und schleppen die Erkrankung in die Familie ein.
Epidemien entstehen, wenn sich das Influenza-Virus in seinen Oberflächenantigenen Hämagglutinin oder Neuraminidase ändert. Ursache ist eine Anhäufung von Punktmutationen in den Genen der beiden Virusproteine. Man spricht von einer Antigenverschiebung oder "Antigendrift". Weil die Immunität gegenüber dem veränderten Virus nur unzureichend ist, sind neue Driftvarianten von Influenza A- und B-Viren für das Auftreten von Epidemien und regional begrenzten Ausbrüchen verantwortlich. Sie zirkulieren meist 2 bis 5 Jahre, bevor eine neue Variante auftaucht.

  • Grippe-Epidemien sind mit einem beträchtlichen Anstieg der Übersterblichkeit verbunden. Die Übersterblichkeit wird berechnet, indem die Zahl der Gestorbenen in einem Zeitraum einer Grippe-Epidemie erhoben wird, und davon die Zahl der Gestorbenen während eines gleichen Zeitraums ohne Epidemie abgezogen wird.
  • Grippe-Wellen führten in den Jahren 1984/85 und 2006/07 in Deutschland zu durchschnittlich etwa 8.000-11.000 zusätzlichen Todesfällen. Diese Zahl wurde in der Grippesaison 1995/96 – einer Saison mit außergewöhnlich heftiger Grippe-Aktivität – mit etwa 32.000 zusätzlichen Todesfällen deutlich überschritten.*

* Saisonabschlußbericht der Arbeitsgemeinschaft Influenza 2006/2007 und 2008/2009.