Wie Herzschwäche diagnostiziert wird

Da die Symptome einer Herzschwäche auch bei anderen Erkrankungen auftreten, beginnt die Diagnose der Herzschwäche meistens mit allgemeinen Untersuchungen. Mögliche Hinweise auf Veränderungen am Herzen sind ein dritter Herzton pro Herzschlag oder eine Verlagerung der Stelle an der Brust, an der man den Herzschlag spüren kann. Rückstau im Blutkreis lässt sich unter Umständen an vergrößerten Organen oder an dem erhöhten Druck auf den Halsschlagadern feststellen.
Wenn der Verdacht nicht ausgeräumt werden kann, kann eine Blutuntersuchung weitere Hinweise geben. Unter anderem lassen sich bei Schädigungen des Herzens oft Stoffe im Blut finden, die nur im Herzen in größerer Menge vorkommen. Häufig wird auch ein EKG durchgeführt, das die elektrische Aktivität des Herzens überprüft. Da das Herz vom Körper durch elektrische Impulse gesteuert wird, zeigt ein EKG bei Herz-schwäche häufig Veränderungen am Herzen an.
Unter Umständen wird das EKG auch während körperlicher Aktivität aufgenommen (sog. Belastungs-EKG). Meist bewegt man sich dafür auf einem Laufband oder Heimtrainer. Eine weitere Möglichkeit ist ein EKG, das die Herztätigkeit über eine längere Zeit, meist 24 Stunden, hinweg aufzeichnet.
Die abschließende Diagnose einer Herzschwäche wird häufig über die Echokardiografie gestellt. Diese Methode ist im Prinzip eine Ultraschalluntersuchung des Herzens, mit der der Arzt Ihrem Herz beim Schlagen zusehen kann. Außerdem lassen sich damit häufig Veränderungen wie eine Vergrößerung des Herzens oder eine Verdickung der Herzwand erkennen, was im Falle einer Herzschwäche wertvolle Hinweise für die Behandlung geben kann. Da bei der Untersuchung lediglich ein Ultraschallkopf auf die Brust aufgelegt wird, ist die Echokardiografie eine sehr schonende Untersuchungsmethode. Nur in wenigen Fällen kann es notwendig sein, den Schallkopf in die Speiseröhre einzuführen, um die Aufnahmen von dort zu machen. Auf die Art können die Knochen des Skeletts die Aufnahme nicht stören, was bei der Untersuchung von außen vorkommen kann.
Um feststellen zu können, ob eine Verengung der Herzkranzgefäße die Ursache für eine Herzschwäche ist, kann die Diagnose durch eine Herzkatheteruntersuchung unterstützt werden. Dabei wird der kleine Katheter über eine Ader eingeführt und vorsichtig weitergeschoben, bis er am Herz anlangt und dort zum Beispiel den Blutdruck und die Sauerstoffmenge in den Herzkranzgefäßen messen kann. Bei Bedarf kann über den Katheter auch ein Kontrastmittel zugegeben werden, um auf einer Röntgenaufnahme den Blutfluss in den Herzkranzgefäßen verfolgen zu können. Genau wie die Herzkatheteruntersuchung kann auch eine Röntgenaufnahme des Brustkorbs zur Diagnose gehören, um außerdem die Ursache der Herzschwäche behandeln zu können.
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