HIV
FAQs
und Tipps
Fragen und Antworten zu HIV / AIDS
in Kontakt gekommen, das auf meine Schleimhäute gekommen ist/mit einer Wunde
in Kontakt gekommen ist. Was kann ich tun?
Suchen Sie sofort einen Arzt auf. Im Falle einer wahrscheinlichen Ansteckung kann eine spezielle Behandlung (sogenannte Postexpositionsprophylaxe, kurz PEP) eine Erkrankung unter Umständen verhindern, wenn sie innerhalb von zwei Tagen durchgeführt wird. Allerdings sinkt das Erfolgsrisiko mit jeder Stunde, die ungenutzt verstreicht. Eine PEP ist auch nur ein letzter Versuch und wirkt deutlich schlechter als das Vermeiden von Ansteckungsrisiken.
habe. Hat es einen Sinn, gleich zu einem HIV-Test zu gehen?
Wenn Sie sich infiziert haben, entwickeln Sie Antikörper gegen das HI-Virus. Spezifische Antikörper gegen HIV können in der Regel 4 bis 12 Wochen nach erfolgter Infektion erstmalig nachgewiesen werden. Bei fehlendem Antikörpernachweis 12 Wochen nach einem vermeintlichen Infektionsrisiko kann eine Infektion mit großer Sicherheit ausgeschlossen werden. Bis zum Ergebnis „HIV negativ“ dürfen Sie keinesfalls ungeschützten sexuellen Kontakt haben.
Kann ich mir in der Apotheke nicht erst einmal einen Selbsttest besorgen?
Laut Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung sind HIV-„Heimtests“ in Deutschland nicht zugelassen. Dafür gibt es vor allem zwei Gründe: Erstens ist deren Anwendung relativ unsicher, und – falls es notwendig wäre – bieten sie keinen Bestätigungstest. Zweitens ist es grundsätzlich sinnvoll, dass Sie als ersten Schritt den Kontakt zu einem Arzt oder zu einer Beratungsstelle herstellen.
Die HIV-Infektion bzw. AIDS ist keine meldepflichtige Krankheit im Sinne von §6 des Infektionsschutzgesetzes, wie z.B. Cholera oder Tollwut. §7 schreibt den Ärzten oder Laboren aber vor, jeden Nachweis des HI-Virus zu melden. Diese Daten gehen an das Robert-Koch-Institut. Der Patientenname wird dabei nicht genannt.
schluckt, kann es doch nichts ausmachen, wenn man mal eine weglässt.
Das stimmt leider überhaupt nicht. Das Virus muss sozusagen unter Dauerbeschuss stehen. Wenn die Wirkspiegel der Medikamente absinken oder nicht konstant sind, steigt die Viruszahl im Blut wieder an.
nächsten Einnahme einfach die Dosis verdoppeln?
Nein. Das könnte dazu führen, dass Ihr Medikament eine unverträgliche Konzentration im Blut erreicht. Bitte kontaktieren Sie Ihren Arzt, der Ihren Therapieplan und Ihre Medikamente genau kennt.
Jetzt müsste man doch die Dosis reduzieren können.
Nein. Dieses Messergebnis bedeutet nicht, dass in Ihrem Körper keine HI-Viren mehr sind. Es bedeutet lediglich, dass ihre Konzentration so niedrig ist, dass im Blut kein Nachweis möglich ist. Dies zeigt, dass die Therapie bislang effektiv war, rechtfertig aber nicht, die Dosis zu reduzieren.
Sex dann mal wieder „ohne“ riskieren?
Keinesfalls! Wenn das HI-Virus im Blut nicht mehr nachweisbar ist, darf das nicht zu der Annahme verleiten, dass in Samen- oder Vaginalflüssigkeit auch keine HI-Viren mehr vorhanden seien. Safer Sex gilt also weiterhin!
schlecht. Was kann ich tun?
Sofern Ihre Medikamente nicht ausdrücklich nüchtern eingenommen werden müssen, kann es Ihnen helfen, vor dem Aufstehen am besten ein paar Kekse oder Kräcker zu essen, die Sie auf dem Nachttisch deponieren. Das hilft oft, um die Übelkeit zu lindern. Auch Kamillen- oder Pfefferminztee wirken magenberuhigend. Aber denken Sie daran, Ihren Arzt zu informieren, wenn die Übelkeit länger als einen Tag anhält. Vor allem, wenn sie mit Erbrechen verbunden ist.
weiß, dass ich HIV-positiv bin?
Solange Sie sich wohl dabei fühlen, spricht im Regelfall nichts dagegen. Ganz im Gegenteil: Nicht nur Ihr Herz-Kreislauf-System profitiert von Sport an der frischen Luft, sondern auch Ihr Immunsystem.
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