Unterstützende Maßnahmen
Durch Ihr Verhalten aktiv Einfluss nehmen
Die medikamentöse Therapie bildet die Basis der HIV-Behandlung. Es gibt jedoch einige Dinge, auf die Sie selbst aktiv Einfluss nehmen können:
- Nehmen Sie Ihre Medikamente regelmäßig und gewissenhaft ein und halten Sie sich an vereinbarte Untersuchungstermine. Dadurch können Sie viele der häufiger auftretenden Probleme bei der HIV-Therapie vermeiden.
- Impfen lassen: Dadurch können zusätzliche Infektionen wie Grippe oder Lungenentzündung vermieden werden, die Ihr geschwächtes Immunsystem nur schlecht bekämpfen kann.
- Auf Rauchen, Drogen und Alkohol verzichten: Diese Gifte schwächen das Immunsystem zusätzlich.
- Gesunde Ernährung: Viel Obst, Gemüse und Vollkornprodukte stärken das Immunsystem.
- Lebensmittel vermeiden, die Krankheitserreger enthalten können: Dazu gehören rohe Eier, nicht pasteurisierte Milchprodukte, Austern, roher Fisch oder rohes Fleisch.
- Fitness: Regelmäßige Bewegung stärkt nicht nur Kreislauf und Immunsystem. Sondern auch das allgemeine Wohlbefinden.
- Vorsicht mit Haustieren: Nach dem Streicheln Hände waschen, beim Reinigen von Katzenklos oder Nagetierställen Handschuhe tragen.
- Partnerschaft und Intimkontakt: Safer Sex muss sein. Dann ist ein Zusammenleben unbedenklich. Es gibt viele Paare, die seit Jahren zusammenleben, bei denen ein Partner HIV-positiv ist, und der andere Partner nicht infiziert wurde. Praktizieren Sie aber auch Safer Sex, wenn Ihr Partner ebenfalls HIV-positiv ist. Ansonsten können resistente HI-Viren oder HI-Viren anderer Subtypen übertragen werden, was Ihre Erkrankung schwerer behandelbar macht.
- Soziale Kontakte: Es besteht kein Grund, sich selbst im Alltag auszugrenzen. Dies gilt für das Privatleben ebenso wie für das Berufsleben. Es gibt keinerlei Hinweise für ein erhöhtes Infektionsrisiko im gemeinsamen Haushalt oder am Arbeitsplatz.
- Offen mit dem Arzt sprechen: Die Therapie ist eine Dauertherapie. Bei Problemen – z.B. mit dem Zeitplan oder der Verträglichkeit – nicht einfach die Medikamente absetzen oder die Dosis reduzieren.
Wichtig sind drei Dinge:
1.) Machen Sie Ihr Leben nicht vom Befund abhängig, aber schützen Sie sich und Ihre Partner z.B. beim Geschlechtsverkehr
2.) Lassen Sie regelmäßig die Virus- und Lymphozytenzahlen kontrollieren
3.) Nehmen Sie Ihre Medikamente regelmäßig ein.
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