Opportunistische Erkrankungen

Das Vollbild AIDS definiert sich meist durch die sog. opportunistischen Infektionen. Dies sind Erkrankungen, die sich aufgrund der Schwächung des Immunsystems entwickeln können. Zwar hat die HIV-Therapie die Anfälligkeit für diese Infektionen deutlich vermindert – treten sie dennoch auf, können sie schwer verlaufen. Daher muss der behandelnde Arzt beim geringsten Verdacht aufgesucht werden.
Die häufigsten opportunistischen Erkrankungen sind:
Die Lungenentzündung z.B. wird – je nach Erreger – mit Antibiotika behandelt. Vorbeugend besteht die Möglichkeit einer Impfung gegen einige Erreger. Diese sollte bei allen HIV-Patienten mit ausreichendem Immunstatus (> 200 CD4-Zellen/ul) eingesetzt werden.
Eine aktive Tuberkulose sollte mit einer Kombination aus den gängigen Antituberkulosemitteln behandelt werden.
Die Therapie des Kaposi-Sarkoms (eine seltene Tumor-Erkrankung, meist der Haut) besteht in Bestrahlung, lokaler oder systemischer Chemotherapie.
Das Herpes-Zoster-Virus kann mit antiviralen Medikamenten oral behandelt werden. Zum Eintrocknen
der Bläschen
sollte eine Zinkschüttelmixtur aufgetragen werden.
Bei stärkerer Ausbreitung müssen die Mittel
gegen das Zostervirus intravenös gegeben werden.
Opportunistische Infektionen
Infektionen auf dem Boden einer gestörten immunologischen Abwehrreaktion, z.B. bei AIDS; meist durch Parasiten, Viren u. Pilze.
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