Intensivmedizin Ihre Unterstützung
Die Begegnung mit Ihrem Angehörigen
Der Kontakt mit Freunden und Angehörigen ist für den
Patienten auf der Intensivstation von großer Wichtigkeit.
Versuchen Sie, im Gespräch möglichst ruhig und zuversichtlich
zu wirken. Erzählen Sie von Ereignissen aus dem vertrauten
Umfeld, um Orientierung und Sicherheit zu vermitteln. Versuchen
Sie, eigene Gefühle wie Furcht und Verzweiflung zu kontrollieren.
Wenn Ihr Angehöriger nicht antworten kann, stellen Sie ihm
bitte keine Fragen.
Ist der Patient ansprechbar?
Sie können davon ausgehen, daß Patienten ihren Nächsten
über Geruch, Hören und Fühlen wahrnehmen können,
auch wenn sie bewußtlos sind oder mit Medikamenten in Schlaf
versetzt wurden.
Haben Sie keine Angst oder Scheu, Ihren Angehörigen zu berühren,
die Hand zu halten oder die Wange zu streicheln.
Das Pflegepersonal zeigt Ihnen gerne, wie Sie dies tun können,
ohne die Behandlung des Patienten zu beeinträchtigen.
Leider ist es nicht immer möglich, Sie bei Ihrem Besuch mit
Ihrem Angehörigen allein zu lassen.
Was darf ich dem Patienten mitbringen?
Wir wissen, daß auch vertraute Dinge aus der häuslichen
Umgebung dazu beitragen können, dem Intensivpatienten ein
Gefühl der Geborgenheit zu vermitteln. Sie können deshalb
nach Absprache gerne persönliche Sachen wie Rasierwasser,
Parfüm, Bilder oder Musikkassetten mitbringen. Bitte bringen
Sie auch, soweit notwendig, Brille, Zahnprothese, Hörgerät
oder Hygieneartikel mit.
Aus Hygienegründen sollten keine Blumen verschenkt werden.
Nahrungsmittel können Sie nach Absprache mitbringen.
Für das Pflegepersonal ist es wichtig, über Lebensgewohnheiten und Vorlieben Ihres Angehörigen informiert zu sein, damit die Betreuung persönlicher und einfühlsamer gestaltet werden kann.
Aus Gründen der Arbeitsbelastung auf der Intensivstation und des vertraulichen Umgangs mit Patientendaten, ist es sinvoll, sich innerhalb der Familie und des Freundeskreises auf einen, höchstens zwei Ansprechpartner zu einigen, mit denen wir Informationen über den Patienten austauschen. Diese sollten die Aufgabe übernehmen, die weiteren Angehörigen und Freunde zu informieren. Auch für telefonische Anfragen sollte diese Regel eingehalten werden.
Drucken
Bookmark