Malaria
Die Malaria stellt heute mehr denn je eine unbesiegte, oftmals lebensbedrohliche Infektionskrankheit dar. Gefährdet sind die Bevölkerung der tropischen Gebiete und dorthin Reisende. Allein in Deutschland kann mit rund 1000 Malariafällen pro Jahr gerechnet werden, weltweit wird die Zahl der Neuinfektionen auf 100 - 200 Millionen jährlich geschätzt.
Die Ursache für die Mehrzahl der nach Deutschland eingeschleppten Malariafälle liegt zum einen im mangelnden Bewußtsein vieler Tropenreisender, wie wichtig die Chemoprophylaxe bei Reisen in Malariagebiete ist. Zum anderen ist sie darin begründet, daß vor allem die Resistenz der Malaria tropica-Erreger rapide zunimmt. Gerade diese Art der Malaria verläuft aber häufig tödlich.
In einem weltumfassenden Gürtel leben Anopheles-Mücken, die Überträger der Malaria-Erreger. Bereits ein einziger Stich einer infizierten Mücke reicht für eine Infektion aus.
Zur Vorbeugung gegen eine Infektion stehen heute für Reisende verschiedene Medikamente zur Verfügung, die je nach Reiseziel und Resistenzlage eingesetzt werden.
Mefloquin ist zur Zeit das einzige Medikament zur Prophylaxe und Therapie der Malaria, das nahezu uneingeschränkte Wirksamkeit gegen die multiresistenten Formen der Malaria tropica und der anderen Malariaformen besitzt.
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