Malaria
Ursachen

Die Plasmodien befallen die roten
Blutkörperchen, vervielfältigen sich und
zerstören die Blutkörperchen dabei

Die Malaria wird von einzelligen Parasiten, sogenannten Plasmodien, verursacht. Es gibt verschiedene Arten von Plasmodien, die die verschiedenen Arten der Malaria hervorrufen. Übertragen werden die Plasmodien von weiblichen Anophelesmücken, die Blut von Säugetieren für die Entwicklung ihrer Eier benötigen.

Die Plasmodien befinden sich in dem Speichel, den die Mücke beim Stich in die Wunde injiziert. Anopheles-mücken finden sich nahezu weltweit. Plasmodien sind über längere Zeit auf eine Umgebungstemperatur von mindestens 16° C (auch nachts) angewiesen, daher können sie nur in den Tropen und Subtropen in den Mücken überleben. Es wird befürchtet, dass sich die Malaria durch den Klimawandel in weitere Gebiete ausbreiten könnte.

Die Plasmodien befallen zunächst einzelne Leber-zellen, um sich dort einmal zu vermehren. Nach diesem Vermehrungszyklus sind sie in der Lage, die roten Blutkörperchen (Erythrozyten) zu befallen. In den Erythrozyten vervielfältigen sich die Plasmodien und zerstören dabei die Blutkörperchen. Treten viele Plasmodien zur gleichen Zeit aus den zerstörten Erythrozyten aus, regiert der Körper mit dem Malaria-typischen hohen Fieber.

Die Plasmodien-Art, die für die Malaria tropica verantwortlich ist, sorgt zusätzlich für ein Verankern der befallenen Erythrozyten an der Wand der Blutgefäße. Dadurch kommt es zu Durchblutungsstörungen, die für Bewusstseinsstörungen sorgen können. Die anderen Plasmodium-Arten verursachen keine Durchblutungsstörungen, was einer der Gründe für deren harmloseren Verlauf ist. Bei den Plasmodien, die die Malaria tertiana verursachen, nisten sich oft einige der Erreger dauerhaft in der Leber ein, ohne die Zellen sofort zu schädigen. In dieser Ruheform verbeiben sie teilweise Jahre, bevor sie aktiv werden und zu einem erneuten Ausbruch der Krankheit führen. Malaria kann theoretisch auch durch Bluttransfusionen oder Mehrfachgebrauch von Nadeln übertragen werden.

In Deutschland treten diese Übertragungswege aufgrund von Sicherheitsmaßnahmen nicht auf. In Malariarisikogebieten, wo ein größerer Prozentsatz der Bevölkerung infiziert ist, kommt es aber gelegentlich zur Ansteckung durch infizierte Blutkonserven. In seltenen Fällen kommt es zu einer Übertragung in Flughäfen (sogenannte „Airport-Malaria“), wenn infizierte Anopheles-Mücken im Gepäck eines Reisenden mittransportiert wurden.