Malaria
Prophylaxe

Malaria ist eine gefährliche, oft sogar lebensbedrohliche Krankheit, wenn sie ausbricht. Glücklicherweise kann eine gute Malariaprophylaxe die Ansteckung oder den Ausbruch der Malaria verhindern, so dass Sie auch eine Reise in Malaria-Risikogebiete unbeschwert genießen können.

Eine gute Malariaprophylaxe zeichnet sich durch eine Kombination verschiedener Maßnahmen aus, die das Risiko einer Ansteckung verringern und im Falle einer Ansteckung durch sofortige Bekämpfung der Erreger das Ausbrechen der Malaria verhindern. Das Ansteckungsrisiko verringert man durch Mückenschutzmaßnahmen, das Ausbrechen der Malaria durch die prophylaktische Einnahme von Malariamedikamenten.

Der Mückenschutz wird dadurch erleichtert, dass Anophelesmücken hauptsächlich während der Dämmerung und der Nacht stechen. Die Räume, in denen Sie sich zu diesen Zeiten aufhalten, sollten durch Fliegengitter oder stets verschlossene Fenster und Klimaanlage gesichert sein. Die Räume können auch durch Versprühen von Insektiziden noch sicherer gemacht werden. Schlafen Sie außerdem unter Moskitonetzen, die am besten zusätzlich mit Insektiziden behandelt sind. Wenn Sie sich nach Einbruch der Dämmerung im Freien aufhalten, tragen Sie helle, lange Kleidung.

Benutzen Sie außerdem mückenabweisende Mittel (sog. Repellentien) auf der unbedeckten Haut.
All diese Maßnahmen können jedoch keinen zuverlässigen Schutz garantieren. Da bereits ein einziger Stich einer infizierten Mücke eine Ansteckung mit Malaria bedeutet, reicht manchmal schon eine zu lange geöffnete Tür oder ein kleiner Riss im Moskitonetz aus, um den Mückenschutz zunichte zu machen.

Anophelesmücken stechen manchmal auch durch dünne Kleidung hindurch. Aus all diesen Gründen beinhaltet eine gute Malariaprophylaxe auch den vorbeugenden Einsatz von Medikamenten gegen Malaria. Durch die Einnahme der Medikamente werden die Erreger im Fall einer Ansteckung sofort attackiert, so dass es zu keinem Ausbruch der Krankheit kommt. Von größter Wichtigkeit ist dabei, dass Sie die Medikamente regelmäßig einnehmen, da sonst kein ausreichender Schutz gewährleistet wird.

Falls Sie befürchten, die Einnahme einmal zu vergessen, erkundigen Sie sich nach Medikamenten, die z.B. nur einmal wöchentlich eingenommen werden müssen. Dadurch kann sich die Gefahr einer Lücke in der Malariaprophylaxe verringern.

Die genaue Auswahl der Medikamente kann nur ein Arzt treffen. Es ist daher unabdingbar, dass Sie sich tropenmedizinisch beraten lassen. Je nach Reiseziel werden unterschiedliche Medikamente empfohlen, gegen die die Erreger im Reisegebiet keine Resistenz entwickelt haben. Ihr Arzt wird auch eventuelle Unverträglichkeiten abklären und Ihnen dann das für Sie am besten geeignete Mittel empfehlen.

Die Malariaprophylaxe durch Medikamente ist meist nicht sofort wirksam. Deswegen sollten Sie mit der Einnahme der Medikamente bis zu einem Monat vor der Abreise beginnen. Denken Sie daher frühzeitig an einen Arzttermin und holen sie Erkundigungen über Ihr Reiseziel ein! Wussten Sie z.B., dass Malaria sogar in manchen Gebieten des Iran oder Mexikos auftritt? Ihr Arzt wird Ihnen je nach verschriebenem Medikament sagen, wann Sie mit der Einnahme beginnen müssen. Außerdem sollten die Medikamente je nach Wirkstoff und Urlaubsort auch bis einen Monat nach dem Urlaub noch eingenommen werden. Auch hier wird Ihr Arzt Ihnen selbstverständlich erläutern, wie lange die Einnahme dauern muss und worauf Sie achten müssen.

Gelegentlich liest man von „Geheimtipps“ oder Hausmitteln, die gegen Insektenstiche oder Malaria wirken sollen. So soll z.B. die Einnahme von Vitamin B oder der Einsatz von Ultraschallgeräten Stechmücken wirkungsvoll fernhalten. Leider ist dies nicht zutreffend. Auf Moskitonetze und Insektenschutzmittel dürfen Sie auf keinen Fall verzichten! Auch die Behauptung, chininhaltige Getränke wie Bitter Lemon oder Tonic Water würden vor Malaria schützen, ist falsch. Zwar wird Chinin tatsächlich in der Malariatherapie eingesetzt, die Menge in den Getränken ist aber viel zu gering,  um irgendeine Wirkung zu zeigen.