Blutarmut (Anämie)
Folgen
Die Folgen der Anämie sind in erster Linie ein Mangel an Sauerstoff in den Geweben, weil das Blut nicht mehr genügend Sauerstoff transportieren kann. Gerade bei Belastung werden z. B. die Muskelzellen oder das Gehirn nicht ausreichend mit Sauerstoff versorgt. Betroffene Patienten zeigen Schwindel, sind oft müde und deutlich in ihrer Leistungsfähigkeit eingeschränkt.Die mangelhafte Versorgung mit Sauerstoff kann in gleichem Maße wie ein erhöhter Blutdruck über längere Zeit zur Belastung des gesamten Organismus führen.
Es kommt zu Schäden an weiteren Organen. Ein Beispiel: Das Herz versucht den Sauerstoffmangel durch eine erhöhte Pumpleistung auszugleichen. Es erhöht seine Leistung (Kraft und Anzahl der Schläge), was zur Verdickung der Muskulatur des Herzens führt. Dies geschieht vor allem an der linken Hauptkammer des Herzens, die das Blut durch den Körper pumpt. Man nennt das linksventrikuläre Hypertrophie (LVH). Zunächst kann das Herz die Pumpleistung tatsächlich erhöhen. Später kommt es infolge der ständigen Überlastung wie beim "Ausleiern" eines viel benutzten Turnschuhs zur Erweiterung des Herzens (Dilatation). Diese führt zum Verlust der Herzfunktion. Die Leistung reicht nicht mehr aus, man spricht deshalb von einer Herzinsuffizienz.
Es konnte nachgewiesen werden, dass drei Viertel
der Patienten, die dialyse-pflichtig werden, bereits eine Herzschädigung
aufgrund ihrer Anämie haben.
Der Grund einer Anämie sollte deshalb immer abgeklärt
werden. Es gibt zur Behandlung der Anämie Empfehlungen einer
europaweit zusammengesetzten Expertengruppe. So müssen z. B.
ein Eisenmangel oder Infektionen vorher ausgeschlossen bzw. gleichzeitig
behandelt werden.
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Die Folgen der renalen Anämie:
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