Therapie

Die Therapie des renalen sekundären Hyperparathyreoidismus besteht darin, dass regulierend in den Kalzium-Phosphat-Haushalt eingegriffen wird.

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Die erste Behandlung zur Vorbeugung eines zu hohen Phosphatspiegels im Blut (Hyperphospatämie) besteht darin, weniger Phosphat mit der Nahrung aufzunehmen. Dies erreicht man durch eine eingeschränkte Eiweißzufuhr mit der Nahrung (Proteinrestriktion), da Proteinquellen wie Fleisch auch immer viel Phosphat enthalten.
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Da Proteine aber für den Körper äußerst wichtig sind und der Patient sonst unterernährt würde –- gerade in späteren Stadien des Nierenversagens –, verschreibt der Arzt zusätzlich Phosphat-Binder, damit das Phospat nicht vom Körper aufgenommen und über den Darm ausgeschieden wird. Daneben kann die Einnahme von Kalzium-Tabletten die Versorgung des Körpers über die Nahrung verbessern und dessen Freisetzung aus den Knochen verhindern.
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Wenn eine Überfunktion der Nebenschilddrüse vorliegt, wird auch aktives Vitamin D3 (z. B. Calcitriol) gegeben, wobei man aber gerade dabei auf einen normalen Phosphatspiegel im Blut achten muss.
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Als letzte Möglichkeit steht auch eine operative Entfernung der Nebenschilddrüsen zur Verfügung, um die Parathormon-Ausschüttung vollständig zu unterbinden.

Erreicht werden soll Folgendes:

  • ein möglichst normaler Gehalt des Blutes an Kalzium und Phosphat
  • einer Entwicklung eines Hyperparathyreoidismus vorzubeugen oder - wenn dieser schon vorliegt - die Parathormon-Bildung zu unterdrücken
  • Kalzium-Ablagerungen außerhalb der Knochen vorzubeugen und
  • eine Anreicherung von Spurenelementen, wie Aluminium, zu verhindern, die ihrerseits den Knochenaufbau beeinflussen

 

Erste Behandlungsschritte:
  • Reduzierung der Phosphataufnahme über die Nahrung
  • Einnahme von Phosphat-
    bindern und Kalzium-Tabletten
  • Gabe von aktivem Vitamin D3



Die spezielle Behandlung und deren Intensität wird durch Ihren Arzt festgelegt und hängt vom Grad der Niereninsuffizienz und vom Vorliegen einer Knochenerkrankung ab.