Verlust der Nierenfunktion (Niereninsuffizienz)
Einleitung

Der Begriff "Insuffizienz" kommt aus dem Lateinischen und bedeutet "Schwäche, unzureichende Leistung". Eine Niereninsuffizienz beschreibt demnach die ungenügende Leistung der Niere, ihre Aufgabe zu erfüllen. Der Funktionsverlust entsteht oft schleichend. Spätestens, wenn nur noch ca. 30% der ursprünglichen Funktion vorhanden ist, ist die Niere nicht mehr in der Lage, harnpflichtige Substanzen vollständig auszuscheiden. Im fortgeschrittenen Stadium geht auch die Regulationsfähigkeit des Wasser-, Säure-Basen- und Elektrolythaushaltes verloren.

Es können unterschiedliche Teile der Niere betroffen sein. Man unterscheidet, ob alle Kapillaren des Glomerulus' betroffen sind (global) oder nur einige Kapillarschlingen (segmental).

Die Krankheitsherde bei der Glomerulonephritis können gehäuft über die ganze Niere verteilt auftreten, d. h. alle Glomeruli sind betroffen (diffus), oder aber es sind nur einzelne Glomeruli betroffen (fokal).

Nierenfunktionsstörungen können zeitlich gesehen plötzlich auftreten (akut) oder eher schleichend und über lange Zeit andauern (chronisch). Aus einem akuten Krankheitsverlauf kann sich manchmal auch ein chronischer entwickeln.
Nierenerkrankungen entwickeln häufig eine solche Dynamik. Bei früher Erkennung kann das Fortschreiten durch geeignete Maßnahmen hinausgezögert oder aufgehalten werden.

Ein Nierenversagen (terminale Niereninsuffizienz) liegt dann vor, wenn die Niere nicht mehr in der Lage ist, die harnpflichtigen Substanzen aus dem Blut über den Urin vollständig auszuscheiden.





Die Niere – eines der wichtigsten Organe des Menschen. Ist sie krank, leidet der ganze Körper. Doch manche Erkrankungen der Niere verlaufen schleichend. Die chronische Niereninsuffizienz bleibt in den Anfangsstadien oft unbemerkt, wenn der Patient nicht untersucht wird.