Rolle des Diabetes
Die diabetische Nephropathie als Folge einer diabetischen Erkrankung
| Bei der Nierenerkrankung als Folge des Diabetes mellitus spielen mehrere Faktoren eine Rolle: |
| Familiäre Veranlagung |
|
Erhöhung des Blutdrucks mit Schädigung der Gefäße |
| Verzuckerung von Eiweiß mit Ablagerung in den Glomeruli |
| Änderung des Hormonhaushaltes, z. B. Angiotensin oder bestimmte wachstumsfördernde Stoffe. |
Diese verschiedenen Faktoren hängen miteinander zusammen.
Es entsteht ein Teufelskreis. Die Schädigung der Nierenfunktion
schreitet immer weiter fort und wird oft nicht erkannt und/oder
bleibt unbehandelt.
Der Verlust der Nierenfunktion ist am besten an der Ausscheidung
von Eiweiß (Albumin)
im Harn zu erkennen. Albumin ist das hauptsächlich vorhandene Eiweiß im Blut, das normalerweise bei gesunden Nieren nicht gefiltert wird und somit nicht in den Harn gelangt.
Hierbei kann zwischen einer Makro- und Mikro-Albuminurie bzw. Proteinurie unterschieden werden.
Unter Proteinurie versteht man eine vermehrte Ausscheidung von Albumin im Urin, was meist mit Hilfe eines Urin-Teststreifens (z.B. Combur, Micral) erstmalig nachgewiesen werden kann. Als Mikro-Albuminurie bezeichnet man die Ausscheidung von 20 bis 200 mg Albumin im Harn. Werden die Nierenfilter weiter zerstört werden immer höhere Mengen an Albumin im Harn ausgeschieden. Daher wird von einer Makro-Albuminurie gesprochen wenn mehr als 200 mg Albumin im Harn gefunden werden kann.

Combur 5 HC
Frühzeitige Vorsorge kann auch bequem von zu Hause mit Hilfe eines Urin-Selbsttests (z.B Combur 5 HC, erhältlich in Apotheken) erfolgen.
Wenn kein Anzeichen für eine Makro-Albuminurie existieren, kann mit einem speziellen Urintest (z.B Micral) zudem noch die Möglichkeit einer bestehenden Mikro-Albuminurie untersucht werden.
Ein Verdacht auf eine diabetische Nephropathie liegt vor, wenn bei einem Diabetiker in zwei von drei Morgen-Urinproben (im Abstand von etwa zwei bis vier Wochen) mehr als 20 mg Albumin nachgewiesen werden.
Bei etwa einem Drittel tritt diese Nierenfunktionsstörung auf – innerhalb von 5 bis 15 Jahren nach der Diagnose, unabhängig vom Diabetes-Typ. Oft liegen gleichzeitig weitere typische Folgeerkrankungen vor: Veränderungen des Augenhintergrundes, der Herzkranz- oder der Körpergefäße. Der Mangel an roten Blutkörperchen ist bei Diabetikern im Vergleich zu anderen Nierenkranken früher und stärker ausgeprägt. Dieser permanente Sauerstoff-Mangel belastet das Herz zusätzlich neben Bluthochdruck und Gefäßveränderungen.
Die Zahl der Diabetes-Patienten, die jährlich neu dialysepflichtig
werden, steigt seit einigen Jahren dramatisch an. Bei frühzeitiger
Erkennung anhand der Eiweißausscheidung im Urin und entsprechender
Behandlung der Patienten kann die Restfunktion der Niere noch lange
erhalten bleiben und die Dialysepflicht hinausgezögert werden.
Seit einigen Jahren wird von führenden Diabetologen eine regelmäßige
Untersuchung und strukturierte Behandlung gefordert, um die Zahl
der neu auftretenden Fälle von terminalem Nierenversagen aufgrund
von Diabetes mellitus drastisch zu senken. Der behandelnde Arzt
kann beispielsweise am Diabetes-Qualitätsmanagement-Projekt
PROSIT
teilnehmen und die Behandlung seines Diabetes-Patienten dokumentieren.
Die Güte und der Erfolg der Behandlung wird bewertet und gegebenenfalls
eine Änderung empfohlen.
Zur Dokumentation der Untersuchung auf Eiweiß im Urin (Mikroalbuminurie)
können Sie auch den Gesundheitspass-Diabetes verwenden. Der
Pass wurde entworfen, damit Ihr Arzt, der Ihren Diabetes behandelt,
zusammen mit Ihnen als Patient die Untersuchungsergebnisse ausfüllt
und die weitere Behandlung bespricht. So haben Sie und Ihr Arzt
einen Überblick über den Krankheits-verlauf.
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| Die Messung des Blutdrucks ist beim Diabetiker eine wichtige Untersuchung. Durch den zu hohen Zuckergehalt im Blut ist das Nierengewebe sowieso schon geschädigt. Ist außerdem der Blutdruck erhöht, werden die empfindlichen Gefäße in der Niere zusätzlich belastet. |
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| Neben der Messung des roten Blutfarbstoffes und des Hämatokrits kann auch die mikroskopische Beurteilung der Form und des Reifegrades der roten Blutkörperchen für die Ursachenforschung der Anämie wichtig sein. |
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