Dialyse
Die Dialyse kann heutzutage langfristig die Lebensqualität der Patienten verbessern. Je schneller die
Erkrankung fortschreitet, um so schneller sollte mit dieser Behandlung
begonnen werden.
Auch hier möchten wir Ihnen die Verfahren vorstellen und Hintergrund-informationen
liefern.
Die Zahl der Dialyse-Patienten nimmt stetig zu: zu
Beginn des Jahres 2005 betrug die Anzahl der Dialyse-Patienten in
Deutschland über 60.000!
Die Dialyse oft auch als "künstliche Niere"
bezeichnet übernimmt die wichtigste Aufgabe der Nieren:
das Herausfiltern von giftigen Substanzen aus dem Blut.
Die gesunde Niere filtert 24 Stunden am Tag. Die Dialyse muss dieses Arbeitspensum an nur etwa drei halben Tagen in der Woche leisten. Deshalb können in dieser Zeit nicht alle Stoffe entfernt werden, so dass neben der Dialyse auch die Ernährung umgestellt und auf die Flüssigkeitsaufnahme geachtet werden muss.
Dialyse ist ein physikalisches Verfahren, um in wässriger Flüssigkeit gelöste Teilchen zu trennen. Dies geschieht zwischen zwei Flüssigkeitsräumen: auf der einen Seite das Blut, auf der anderen das so genannte Dialysat. Mit Hilfe einer halbdurchlässigen (semipermeablen) Membran und der Dialysierflüssigkeit wird der Austausch und damit die "Entgiftung" bestimmter Stoffe mit bestimmter Größe aus dem Blut möglich. Die Membran übernimmt die Filterfunktion des Glomerulus der gesunden Niere.
Der Patient hat die Wahl zwischen zwei unterschiedlichen
Dialyseverfahren: die Hämodialyse
(HD) und die Peritonealdialyse
(PD).
Es gibt viele Vergleiche zwischen diesen Verfahren und es lassen
sich Vorteile für beide finden. Wenn genügend Zeit im
Vorfeld zur Verfügung steht, trifft der Nephrologe (der auf
Nierenerkrankungen spezialisierte Arzt) gemeinsam mit dem Patienten
und dessen Angehörigen die Entscheidung über den Beginn
und die Auswahl
des Verfahrens.
In Deutschland dominiert die Anzahl der HD-Patienten mit 94%, die der PD-Patienten beträgt nur 5% (QuasiNiere-Bericht). Der überwiegende Anteil der HD-Patienten lässt die Behandlung aufgrund des großen Platzbedarfs und der nötigen pflegerischen Unterstützung in nephrologischen Zentren durchführen, nur wenige im eigenen Haus.
Für Patienten mit terminaler Niereninsuffizienz ist die Transplantation einer gespendeten Niere die einzige Möglichkeit, wieder ohne die Dialyse zu leben. Welche Probleme und Voraussetzungen damit verbunden sind, finden Sie unter dem Stichwort Transplantation.


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