Therapie
Therapie der Niereninsuffizienz
Der fortschreitende Untergang von Nierengewebe führt zur
chronischen Niereninsuffizienz. Die Folge ist ein Anstieg von Giftstoffen
im Blut. Zur Therapie kann der Arzt zunächst neben Blutdrucksenkung,
Anämiekorrektur und Stoffwechseleinstellung eine Ernährungstherapie
festlegen, um die Belastung des Körpers mit den harnpflichtigen
Substanzen, wie beispielsweise Phosphat und andere Salze zu verringern.
Diabetiker sollten auf Insulin umgestellt werden, um den Blutzucker
besser beeinflussen zu können. Dabei muss auch die Insulindosis
der geringeren Ausscheidungsfunktion der Niere angepasst werden.
Meist kann der Krankheitsverlauf durch diese Therapie verzögert
werden.
Im Idealfall wird der Patient schon neben dem Hausarzt vom Nierenfacharzt
betreut, um den Verlauf der Nierenerkrankung zu erkennen und zu beeinflussen.
Ist zu erkennen, dass sich die Nierenfunktion deutlich verschlechtert,
kann der Patient auch früh über die Nierenersatzverfahren
informiert und darauf vorbereitet werden.
Leider ist dies noch nicht Normalität. In den letzten Jahren
wurde der Großteil der Patienten zu spät auf Empfehlung
ihres behandelnden Hausarztes zum ersten Mal zum Nierenfacharzt "geschickt".
Die Einschränkung der Nierenfunktion war dann leider bereits
so weit fortgeschritten, dass nur wenig Handlungsspielraum blieb und
innerhalb von wenigen Tagen bis Wochen die Dialyse eingeleitet werden
musste.
Das Stadium der terminalen Niereninsuffizienz
äußert sich in dramatischer Verschlechterung des Allgemeinzustandes
des Patienten mit starker Übelkeit und Erbrechen. Die Dialyse
ist eine Möglichkeit, die Funktion der Niere zu ersetzen. Mit
dieser "künstlichen" Entgiftung des Körpers
verschwinden diese Symptome sehr schnell.
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| Die Therapie der chronischen Niereninsuffizienz läuft meist
auf eine Behandlung am Dialysegerät hinaus, wenn nicht
alle Patient und Ärzte verschiedener Fachrichtungen
rechtzeitig tätig werden. |
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