HER2-Diagnostik

Brustkrebs ist nicht gleich Brustkrebs. Verschiedene Faktoren können bei der Entstehung bzw. beim Wachstum des Tumors eine Rolle spielen. Ein solcher Faktor ist HER2 (Humaner Epidermaler Wachstumsfaktor-Rezeptor 2).

Wissenschaftler haben herausgefunden, dass bei etwa einem Viertel aller Brustkrebspatientinnen die Anzahl der HER2-Rezeptoren auf der Oberfläche der Brustkrebszellen massiv erhöht ist. Dies führt dazu, dass die Zellen sich völlig unkontrolliert teilen und übermäßig vermehren und dass die Brustkrebserkrankung bei diesen Patientinnen aggressiver verläuft.

Doch steht heute ein modernes, gut verträgliches Medikament - ein HER2-Antikörper - zur Verfügung, das gezielt in das Krankheitsgeschehen eingreifen und den Krebs „an der Wurzel packen“ kann. Die HER2-Antikörpertherapie kann aber nur wirken, wenn der HER2-Rezeptor im Übermaß vorhanden ist.

Deshalb ist es so wichtig, bei jeder Brustkrebspatientin eine Gewebeprobe zu entnehmen und mit Hilfe bestimmter Labortests zu untersuchen, ob HER2 auf den Krebszellen massiv vermehrt ist. Falls ja, kann die Antikörpertherapie eingeleitet werden, die weltweit schon sehr vielen Patientinnen geholfen hat.