Knochenmetastasen
Metastasen des Brustkrebses finden sich oft in Knochen und Knochenmark. Sie stören das Gleichgewicht von Knochenaufbau und -abbau erheblich und bringen neben einer Instabilität häufig auch Schmerzen mit sich. Man spricht von Osteolysen, wenn der Knochen ganz oder teilweise aufgelöst ist. Dabei kann es häufig zu unterschiedlich stark ausgeprägten Frakturen, das heißt Knochenbrüchen, kommen.
Der stark vermehrte Knochenabbau führt auch gleichzeitig zu einer Ausschwemmung des Calciums aus dem Knochen ins Blut. Dieser Anstieg des Calciumspiegels beeinträchtigt zahlreiche Zellvorgänge und Stoffwechselwege, die erhebliche Komplikationen mit sich bringen können.
Für die Therapie dieser Veränderungen werden heute mit gutem Erfolg Bisphosphonate eingesetzt. Diese hemmen den weiteren Knochenabbau, indem sie erhöhte Calciumspiegel im Blut nach drei bis vier Tagen senken und Knochenschmerzen in diesem Zeitintervall nachweisbar lindern. Mögliche Knochenbrüche, die einen längeren Krankenhausaufenthalt verursachen können, können vermieden werden. Letztendlich bewirken die Bisphosphonate eine deutliche Verbesserung der Lebensqualität der Patientinnen.
Grundsätzlich gilt für eine Therapie mit oralen oder intravenös verabreichbaren Bisphosphonaten, dass sie frühzeitig begonnen werden sollte, um den größten Benefit für die Patientin zu erzielen. Bisphosphonate sind gut verträglich und beeinflussen bestehende Therapieregime nicht.
Drucken
Bookmark
