Strahlentherapie (Radiotherapie)
Die Strahlentherapie bildet einen festen Bestandteil in der Brustkrebsbehandlung. Mit ihrer Hilfe werden lokale Krebsneubildungen (Rezidive) verhindert, indem eventuell noch vorhandene Tumorzellen in der Brust oder im Narbenbereich zerstört werden. Nach zwei bis drei Wochen, das heißt sobald die Operationswunde verheilt und die Bestrahlungsplanung abgeschlossen ist, wird mit ihr begonnen. Die Bestrahlung selber, die in etwa 30 täglichen Sitzungen zur Anwendung kommt, dauert nur wenige Sekunden. Bei der heutigen Behandlung wird die Strahlenintensität so dosiert und gesteuert, dass es nicht zu ernsthaften Verbrennungen der Haut kommt. Unangenehm ist häufig für die Patientinnen, dass die Haut in dem bestrahlten Areal gerötet und sehr empfindlich sein kann und in der Zeit der Bestrahlung nicht mit Wasser in Berührung kommen soll, sondern nur gepudert werden darf. Die Strahlentherapie wird von vielen Brustkrebspatientinnen als wenig belastend empfunden. Als häufige Nebenwirkungen werden Müdigkeit und Unwohlsein angegeben. Mit zunehmender Dauer der Bestrahlung nehmen diese Beschwerden zu, klingen aber nach Beendigung der Therapie in der Regel rasch wieder ab.
Die Strahlentherapie wird auch bei fortgeschrittenen Erkrankungsstadien zur Behandlung von Metastasen eingesetzt. Behandlungsziel ist in erster Linie die Schmerzlinderung und – in Abhängigkeit von der Lokalisation der Metastasen – die Verhinderung anderer Komplikationen wie zum Beispiel von Knochenbrüchen bei Knochenmetastasen.
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