Leukämie ist ein Sammelbegriff und bedeutet, dass eine bösartige Zunahme weißer Blutkörperchen und damit eine Blutkrebserkrankung vorliegt. Es gibt ganz unterschiedliche, teilweise sehr langsam verlaufende Leukämieformen.
Eine chronisch-lymphatische Leukämie (CLL) äußert sich als unkontrolliertes Wachstum von Lymphozyten, einer Untergruppe der weißen Blutkörperchen. Es handelt sich dabei fast immer um B-Lymphozyten, die vereinfacht auch als B-Zellen bezeichnet werden. Aufgrund eines Defektes leben die krankhaft veränderten B-Zellen deutlich länger als gesunde Lymphozyten. Im Verlauf der Erkrankung nehmen die B-Zellen im Knochenmark und im Blut immer mehr zu, sodass gesunde Blutzellen zurückgedrängt werden und bei manchen Patienten Lymphknoten und Milz anschwellen. Auch andere Organe können von der Erkrankung betroffen sein.
Definitionsgemäß liegt eine chronisch-lymphatische Leukämie vor, wenn – neben anderen diagnostischen Kriterien – die Zahl der bösartigen B-Zellen eine Zahl von 5000 pro Mikroliter Blut übersteigt.
Das Wichtigste auf einen Blick
Bei der CLL...
- vermehren sich bestimmte weiße Blutkörperchen (B-Lymphozyten oder B-Zellen) unkontrolliert
- werden gesunde Blutzellen zurückgedrängt
- liegen mehr als 5000 bösartige B-Zellen pro Mikroliter Blut vor
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