Tumorbedingte Knochenerkrankung (Tumorosteopathie)


Die Vermehrung der Tumorzellen erfolgt zunächst im Knochenmark. Es entstehen kleinste Mikrometastasen, die schließlich das durch Osteoblasten und Osteoklasten bestimmte Gleichgewicht von Knochenaufbau und -abbau durcheinander bringen. Zuletzt kommt es zum Eindringen der Tumorzellen in den Knochen selbst, was zu den eigentlichen Knochenmetastasen führt.

Am häufigsten äußern sich Knochenmetastasen durch eine Knochenzerstörung (Osteolyse). Hierdurch kann es zu Knochenbrüchen, Wirbelzusammenbrüchen und zu Knochenschmerzen kommen. Tumorzellen können auch die vermehrte Neubildung von Knochengewebe anregen und osteoblastische Metastasen bilden oder zu Umbauvorgängen am Knochen führen.

Sechs Stadien (Kaskaden) der Knochenmetastasierung
Sechs Stadien (Kaskaden) der Knochenmetastasierung
(Quelle: Bisphosphonat-Manual, Bartl, Kapitel 9: Knochenmetastasen, Bild 9.03)