Stadieneinteilung und Prognose
Sehr häufig geht Magenkrebs von den Drüsenzellen der Magenschleimhaut aus, also von der innersten Schicht der Magenwand. Solange die Geschwulst noch klein ist, beschränkt sie sich auf diese Schicht. Kleine Tumoren können häufig komplett entfernt werden und die Heilungschancen sind besser als in fortgeschritteneren Stadien.
Mit zunehmendem Wachstum dringt der Tumor in tiefere Schichten der Magenwand vor, befällt die umgebenden Lymphknoten oder dringt in Nachbarorgane ein. Wenn Tumorzellen in die Blutbahn gelangen, können sie Tochtergeschwülste (Metastasen) in entfernt liegenden Geweben und Organen wie Leber, Lunge, Knochen oder Bauchfell bilden. Je fortgeschrittener die Tumorerkrankung ist, umso ernster die Prognose.
TNM-Klassifikation
Um die am besten geeignete Behandlung für den jeweiligen Patienten auszuwählen, muss der Arzt zunächst genau untersuchen, wie weit sich der Krebs bereits im Körper ausgebreitet hat. Mediziner berücksichtigen für diese Stadieneinteilung folgende Größen:
- Tumor-Eindringtiefe (T)
- Lymphknotenbefall (N)
- Tochtergeschwülste bzw. Metastasen (M)
Ärzte sprechen auch von der TNM-Klassifikation. Die Zahlen hinter den Buchstaben geben an, wie ausgedehnt der Tumor ist (T1 bis T4), ob und wie viele Lymphknoten befallen sind (N0 bis N3) und ob Metastasen vorhanden sind oder nicht (M0 oder M1).
Außer der TNM-Klassifikation spielt auch der feingewebliche Aufbau des Tumors für die Therapieplanung eine Rolle. Hierzu wird Tumorgewebe unter dem Mikroskop untersucht und festgestellt, ob es sich um die schnell wachsende oder um die weniger bösartige Form handelt (diffuser Typ bzw. Intestinaltyp).
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