Ursachen und Risiken


Wie entsteht Magenkrebs? Auch wenn die Ursachen noch nicht abschließend geklärt sind, kennt man doch einige Risikofaktoren, die zur Entwicklung von Magenkrebs beitragen:

  • Vorerkrankungen des Magens: Anhaltende Entzündungen oder Infektionen mit dem Bakterium Helicobacter pylori können die Schleimhaut-Schutzschicht des Magens beeinträchtigen und zusammen mit weiteren Faktoren die Entwicklung eines Magenkarzinoms begünstigen. Auch eine chronische Magenschleimhautentzündung anderer Ursache (chronisch-atrophische Gastritis), Blutarmut durch Vitamin-B 12-Mangel, nicht ausgeheilte Magengeschwüre und vorausgegangene Magenoperationen können das Risiko für Magenkrebs erhöhen.
  • Ernährungsgewohnheiten: Wer häufig gepökelte, stark gesalzene, gegrillte oder geräucherte Speisen (Fleisch) isst, erhöht sein Magenkrebsrisiko. Pökelsalz enthält Nitrit, das im Magen in krebserregende Nitrosamine umgewandelt wird. Ein Mangel an frischem Obst und Gemüse und somit ein Mangel an Vitamin A und C kann ebenfalls Magenkrebs begünstigen. Essen Sie deshalb reichlich frisches Obst und Gemüse der Saison und schränken Sie Ihren Alkoholkonsum ein. Gerade Hochprozentiges schädigt die Schleimhäute von Mund, Speiseröhre und Magen und erhöht das Risiko, an Magenkrebs zu erkranken.
       
  • Umweltfaktoren: Rauchen begünstigt Magenkrebs, wie verschiedene Studien gezeigt haben. Weitere Risikofaktoren sind schlechte Wasserqualität und fehlende Kühlmöglichkeiten für Lebensmittel.
       
  • Erbanlagen: Es gibt Familien, die vermehrt zu Magenkrebs neigen. Wenn Angehörige ersten Grades (Eltern, Geschwister, Kinder) an Magenkrebs erkrankt sind, ist das Risiko, selbst ein Magenkarzinom zu entwickeln, bis zu 3,7-fach erhöht.