Stadieneinteilung und Prognose

Der wichtigste Faktor zur Beurteilung der Prognose beim malignen Melanom ist - wie bei anderen bösartigen Krebserkrankungen auch - die Ausbreitung des Tumors. Hierzu gehört sowohl das Ausmaß des Primärtumors, als auch der Absiedlungen (Metastasen).

Wichtig zur Beurteilung des Primärtumors beim malignen Melanom ist die Tumordicke - d.h. die Entfernung von der Haut- bzw.Tumoroberfläche bis zu den am tiefsten eingedrungenen Krebsanteilen. Die Dicke wird unter dem Mikroskop genauestens ausgemessen.

Eine Stadieneinteilung erfolgt gemäß der UICC (Union International Contre le Cancer) bzw. in einer abgewandelten klinischen Einteilung (auf Empfehlung des American Joint Committee on Cancer) nach der sogenannten TNM-Klassifikation.

Der Begriff "(p) TNM" -Einteilung beinhaltet eine Stadieneinteilung nach: Primärbefund oder Primärtumor = pT, Absiedlungen in Lymphknoten = N und Absiedlungen in anderen Körperregionen = M.

Eine Einteilung in Stadien der Tumorerkrankung ist für die
Therapieempfehlungen und die prognostische Beurteilung von großer Bedeutung.


Klinische Stadieneinteilung

Nach Empfehlungen des American Joint Committee on Cancer (AJCC)

Autoren: Balch et al. 2001

Pathologisches Stadium

T
(Größe in mm)

N

M

Zehnjahres-
überleben
in (%)

IA T1a (1) 0 0 87,9
IB T1b (1) 0 0 83,1
  T2a (1,01-2.0) 0 0 79,2
IIA T2b (1,01-2,0) 0 0 64,4
  T3a (2,01-4,0) 0 0 63,8
IIB T3b (2,01-4,0) 0 0 50,8
  T4a (> 4,0) 0 0 53,9

IIC

T4b (> 4,0)

0

0

32,3

IIIA

Jedes T

N1a

0

63,0

Jedes T

N2a

0

56,9

IIIB

Jedes T

N1a

0

37,8

Jedes T

N2a

0

35,9

Jedes T

N1b

0

47,7

Jedes T

N2b

0

39,2

IIIC

Jedes T

N1b

0

24,4

Jedes T

N2b

0

15,0

Jedes T

N3

0

18,4

IV

Jedes T

Jedes N

M1a

15,7

Jedes T

Jedes N

M1b

2,5

Jedes T

Jedes N

M1c

6,0

 

Wichtig:

Dicke des Primärtumors?
Absiedlungen?

Die (p) TNM-Einteilung ist wichtig für die Therapieempfehlung und die prognostische Beurteilung.







Klinische Stadieneinteilung nach Empfehlungen der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Onkologie und der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft von Orfanos und Mitarbeitern 1994.