Therapiemöglichkeiten beim malignen Melanom
Wichtig beim malignen Melanom ist das rechtzeitige Erkennen und die daraus folgende schnellstmögliche und vollständige operative Entfernung des Tumors!
Die chirurgische Entfernung des Primärtumors
wird mit einem Sicherheitsabstand durchgeführt, der bei klinischen
Verdacht eines Melanoms 1 cm beträgt. Häufig wird im Rahmen
der Erstoperation eineSentinel
Lymphknoten Biopsie
durchgeführt. Bei diesem Verfahren wird der Primärtumor
mit einem Farbstoff und einer radioaktiv markierten Substanz umspritzt,
so dass die Lymphabflusswege des Tumors zu den benachbarten
Lymphknoten
darstellbar sind. Auf diese Weise läßt sich der "Wächterlymphknoten"
des Tumors erkennen. Die feingewebliche Untersuchung dieses oder
dieser Lymphknoten(s) ist für die Diagnostik
und Prognose
von großer Bedeutung.
Aus jahrelanger Erfahrung in der Behandlung des Melanoms weiß man, dass bei manchen Melanomen, die alleinige Operation des Tumors langfristig nicht ausreicht. Ab einer bestimmten Eindringtiefe des Melanoms (> 1, 5 Millimeter) spricht man von einem Risikomelanom. Dies bedeutet, dass auch ohne Nachweis von Absiedlungen (Metastasen) im Körper zum Zeitpunkt der Diagnose, ein gewisses Restrisiko für die Entwicklung einer Metastasierung besteht. Diese Patienten profitieren langfristig von einer zusätzlichen medikamentösen Therapie, die unterstützend wirkt (adjuvante Therapie).
Ist das Melanom fortgeschritten, d.h. sind Absiedlungen in den
Lymphknoten und/oder in den Organen nachweisbar, so ist eine medikamentöse
Behandlung (Immun-Chemotherapie) lebensverlängernd.
Für die adjuvante Therapie des malignen Melanoms ist die Substanz
Interferon alfa zugelassen.
Immer mehr setzt sich jedoch die Erkenntniss durch, dass die Operation allein für einen Heilungserfolg nicht ausreicht. Zur Verbesserung der Ergebnisse gibt es heute sichere und effektive Behandlungsmöglichkeiten.
Unterstützende (adjuvante) Therapie des
Melanoms:
Die bisherigen Studienergebnisse zeigen, dass diese Behandlung
beim malignen Melanom wirkungsvoll und effektiv ist. Unter der Therapie
treten seltener Metastasen auf und das krankheitsfreie Überleben
ist deutlich verlängert. Auch kommt es zu weniger Rückfällen
(Relaps), als bei Patienten, die nur operativ behandelt worden
sind.
Die wissenschaftliche Erkenntnis zur optimalen Behandlung des malignen Melanoms ist über die Jahre ständig erweitert worden, sodass bestehende Standards in der Behandlung regelmäßig überarbeitet und verbessert wurden. Diese Qualitätsverbesserung in der medizinischen Versorgung erfolgt häufig im Rahmen von Studien oder Therapieoptimierungsprüfungen. Hier ist nicht ein "Experiment" gemeint, da diese Therapiestudien einer ständigen ethischen Kontrolle durch die behandelnden Ärzte und unabhängige Ethikkommissionen unterworfen sind. Sie selbst als Patient entscheiden, ob Sie an einer solchen Therapiestudien teilnehmen möchten oder nicht. Ihr Arzt wird Sie gerne beraten und gemeinsam die für Sie optimale Behandlungsstrategie finden.
Zur Beurteilung der verschiedenen Therapiemöglichkeiten bzw. neuer Behandlungen ist es wichtig, dass Therapiestudien durchgeführt werden.
Haben Sie davon schon einmal etwas gehört?
Wie stehen Sie zu einer Teilnahme an einer solchen Studie?
Möchten Sie mehr darüber erfahren?
Wenn Ihr Arzt eine Teilnahme für sinnvoll hält, wird er Sie sicherlich darauf ansprechen. Es ist gut, sich vorher darüber schon einmal Gedanken gemacht zu haben.
Gibt es alternative Therapiemöglichkeiten?
Es gibt Patienten, die sich aktiv an der Verbesserung Ihrer Situation
beteiligen möchten. Sie suchen zusätzlich zu der
Behandlung durch den Arzt nach alternativen
Therapiemöglichkeiten.
Zu den "alternativen" Behandlungsmethoden zählen u.a. Mistel-, Thymus- und andere biologische Präparate. Denken Sie jedoch daran, der Nachweis einer ausreichenden Wirkung und Sicherheit dieser unkonventionellen Behandlungsmethoden konnte bislang mit wissenschaftlichen Untersuchungen nicht belegt werden. Sie stellen nach derzeitigem Wissensstand beim malignen Melanom leider noch keine Alternative zu der Standardtherapie mit Interferon alfa dar. Im Einzelfall kann so etwas manchmal sogar kontraproduktiv sein.
Seien Sie bitte auch bezüglich des zeitlichen und finanziellen
Aufwandes kritisch!
Haben Sie hierzu Fragen? Zögern Sie nicht, eine unabhängige
Zweitmeinung in einem onkologischen
Zentrum einzuholen.
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Wichtig für die Heilung: Früherkennung und die Operation! Weitere Therapieoptionen: 1. medikamentöse Therapie z.B. mit Interferon alfa 2.Strahlentherapie Mit der Kombination von Operation und der Therapie mit Interferon alfa konnte in mehreren Studien eine Verlängerung des krankheitsfreien Überlebens nachgewiesen werden. |
| Weiteres
zum Einsatz von Interferon alfa:
Für die Beurteilung neuer Behandlungsmöglichkeiten ist die Teilnahme an Therapiestudien sehr wichtig! Hier können Sie sich über Therapiestudien ausführlich informieren! Die Wirkung alternativer Therapien ist wissenschaftlich nicht bewiesen! Vorsicht ist vor allem bezüglich des zeitlichen und finanziellen Aufwandes angebracht! Holen Sie unbedingt eine unabhängige Zweitmeinung ein! |
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