Wer kann mich unterstützen?

Sagen Sie klar, was Sie sich wünschen und was nicht
Soziale Hilfeleistungen
Selbsthilfegruppen
Das Wichtigste auf einen Blick

Ihr Partner, Familienmitglieder und Freunde können eine große Hilfe für Sie sein. Sprechen Sie mit vertrauten Menschen offen über Ihre Erkrankung und sagen Sie, wo und wie Sie Unterstützung brauchen.


Sagen Sie klar, was Sie sich wünschen und was nicht

Manche Menschen neigen dazu, Tipps, „Aufmunterungen“ und gut gemeinte Ratschläge anzubieten, die Sie vielleicht gar nicht hören möchten („Kopf hoch, das wird schon wieder“ oder: „Du mit deiner robusten Natur wirst bestimmt hundert Jahre alt!“ oder: „Sei doch nicht so depressiv, du musst in deiner Situation unbedingt positiv denken“). Formulieren Sie ganz eindeutig, was Sie sich im Augenblick wünschen, z. B.: „Hör mir bitte einfach nur zu“ oder „Halte mich eine Weile im Arm“.

Bitten Sie ruhig auch um praktische Hilfe bei alltäglichen Pflichten. Freunde und Verwandte sind bestimmt froh, sich nützlich machen zu können. Lassen Sie sich beim Einkaufen und bei der Haus- und Gartenarbeit helfen oder nehmen Sie das Angebot Ihrer Nachbarin an und lassen Sie sie mit Ihrem Hund spazieren gehen. Sobald Sie sich kräftiger fühlen, werden Sie nach und nach wieder Familienarbeiten übernehmen können.

Wenn Sie im Krankenhaus behandelt werden müssen oder sich zu Hause von einer Chemotherapie erholen, kann es sein, dass Sie viel Ruhe benötigen. Dann sollte Ihr Partner Angehörige und Freunde darüber informieren, dass Besuche und Anrufe derzeit zu anstrengend für Sie sind.

Soziale Hilfeleistungen

Vielen Patienten ist nicht bekannt, dass die örtlichen Sozialämter die gesetzliche Aufgabe der Information und Beratung bezüglich sozialer und finanzieller Hilfen im Erkrankungsfall haben. Zu den möglichen sozialen Hilfeleistungen zählen:

  • Häusliche Krankenpflege
  • Hilfe bei der Haushaltsführung
  • Einkaufen durch Zivildienstleistende
  • Medizinische Hilfe durch Fachkräfte
  • Pflegehilfe

Darüber hinaus informieren Krebsberatungsstellen, die z. B. an Tumorzentren oder Gesundheitszentren angeboten werden, über sozialrechtliche Fragen und finanzielle Hilfsmöglichkeiten.

Selbsthilfegruppen

Viele krebskranke Menschen haben sich zu Selbsthilfegruppen zusammengeschlossen, um sich gegenseitig zu unterstützen, Kontakte zu knüpfen und nützliche Informationen auszutauschen. Zwar gibt es nur wenige Selbsthilfegruppen, die sich nur aus Menschen mit Non-Hodgkin-Lymphomen zusammensetzen, doch können Sie auch von einer „gemischten“ Gruppe profitieren. Schließlich machen Patienten mit anderen Tumorerkrankungen ähnliche Erfahrungen wie Sie.

Probieren Sie aus, ob Sie sich in einer örtlichen Selbsthilfegruppe wohlfühlen und ob Ihnen der Umgangsstil der Gruppe liegt. Wenn nicht, können Sie die Gruppe jederzeit wieder verlassen. Es gibt Selbsthilfegruppen, die von Patienten selbst organisiert und geleitet werden, sowie therapeutische Gesprächskreise, die von einer Fachkraft geführt werden. Letztere bieten häufig auch Kurse für Entspannungstechniken, Mal- oder Tanztherapie an.

Das Wichtigste auf einen Blick
  • Partner, Familie und Freunde unterstützen Sie sicher gern bei Alltagspflichten.
  • Sozialämter informieren über soziale und finanzielle Hilfen.
  • Krebsberatungsstellen beraten u. a. über sozialrechtliche Fragen und finanzielle Hilfsmöglichkeiten.
  • Nützliche Informationen und neue Kontakte finden Sie in Selbsthilfegruppen.