Mantelzelllymphome
| Lymphknotenschwellungen und Allgemeinsymptome |
| Wie werden Mantelzelllymphome behandelt? |
| Das Wichtigste auf einen Blick |
Mantelzelllymphome machen etwa 5 bis 8% der Non-Hodgkin-Lymphome aus. Sie gehören zu den B-Zell-Lymphomen und entstehen in der so genannten inneren Mantelzone von lymphatischem Gewebe. Mantelzelllymphome werden vor allem in der Altersgruppe der 60- bis 70-Jährigen beobachtet, wobei Männer etwa viermal häufiger betroffen sind als Frauen. Experten unterscheiden verschiedene Formen der Mantelzelllymphome – je nachdem, welche Zellen bei der mikroskopischen Untersuchung überwiegen.
Lymphknotenschwellungen und Allgemeinsymptome
Mantelzelllymphome neigen zu einer frühen Ausbreitung im Körper und zu einem aggressiven Verlauf. Sie machen sich durch vergrößerte Lymphknoten, durch Müdigkeit, Leistungsknick und Blässe aufgrund einer Blutarmut bemerkbar. Milz und Leber können ebenfalls geschwollen sein und zu Bauchbeschwerden führen. Viele Patienten klagen über so genannte B-Symptome (Fieber, Nachtschweiß, Gewichtsabnahme).
Besteht nach sorgfältiger körperlicher Untersuchung und Labordiagnostik der Verdacht auf ein Mantelzelllymphom, muss ein Lympknoten entnommen und mikroskopisch (histologisch) untersucht werden. Auch eine Knochenmarkbiopsie ist notwendig. Weitere diagnostische Tests (Ultraschall, Röntgen, Computertomografie, Kernspintomografie und eventuell eine Magenspiegelung) klären, wie weit die Erkrankung fortgeschritten ist.
Wie werden Mantelzelllymphome behandelt?
Mantelzelllymphome zeichnen sich durch einen aggressiven Krankheitsverlauf aus, weshalb nach der Diagnosestellung umgehend mit der Behandlung begonnen werden sollte.
Etwa 10 bis 15% der Mantelzelllymphome werden in den lokalisierten Stadien I und II erkannt. In diesen frühen Stadien kann mit einer Strahlentherapie eine lang anhaltende Remission (Rückbildung der Erkrankung) oder sogar eine Heilung erzielt werden. Alternativ kann eine kombinierte Chemo- und Strahlentherapie durchgeführt werden.
In den fortgeschritteneren Stadien III und IV erfolgt eine Chemotherapie z. B. mit den Medikamenten Cyclophosphamid, Doxorubicin, Vincristin und Prednison (CHOP-Schema). Neue Therapiemöglichkeiten werden derzeit in Studien untersucht.
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