Weitere NHL-Formen

Lymphoproliferative Erkrankung nach Transplantation
HIV-assoziiertes Lymphom
Haarzellenleukämie
Multiples Myelom
Morbus Waldenström
Das Wichtigste auf einen Blick

Außer den besprochenen gibt es zahlreiche weitere Non-Hodgkin-Lymphom-Formen. Viele dieser NHL-Formen gehen von B-Lymphozyten aus und tragen auf ihren Zelloberflächen das CD-20-Protein. Zu diesen Erkrankungen gehören:

  • Lymphoproliferative Erkrankung nach Transplantation
  • HIV-assoziiertes Lymphom
  • Haarzellenleukämie
  • Multiples Myelom
  • Morbus Waldenström

Die Zellen dieser bösartigen Tumoren weisen das CD-20-Protein auf, das den Angriffspunkt für die Antikörpertherapie mit Rituximab darstellt. Deshalb wurde bei diesen Erkrankungen untersucht, ob die Antikörpertherapie wirksam ist.

Lymphoproliferative Erkrankung nach Transplantation

Menschen, die ein Spenderorgan erhalten haben, müssen lebenslang Medikamente – so genannte Immunsuppressiva – einnehmen, damit ihr körpereigenes Immunsystem das transplantierte Organ nicht abstößt. Im Zusammenhang mit dieser Behandlung kann es zu einer lymphoproliferativen Erkrankung kommen, die eine schwere Komplikation darstellt.

HIV-assoziiertes Lymphom

Manche Patienten, die mit HIV (human immunodeficiency virus) infiziert sind, entwickeln ein Lymphom. 90% dieser HIV-assoziierten Lymphome tragen auf ihren Zelloberflächen das CD-20-Protein.

Haarzellenleukämie

Die Haarzellenleukämie ist ein chronisches CD-20-positives B-Zell-Lymphom. Üblicherweise werden die betroffenen Patienten mit einer Chemotherapie oder mit Interferon-alfa behandelt. Doch nicht alle Patienten sprechen auf diese Therapie an, weshalb neue Behandlungsmöglichkeiten erprobt werden.

Multiples Myelom

Das multiple Myelom zählt zu den niedrigmalignen Non-Hodgkin-Lymphomen. Es führt zu herdförmigen Knochenauflösungen (Osteolysen) und Knochenbrüchen. Die meisten Patienten mit multiplem Myelom können mit einer Chemotherapie nicht geheilt werden, doch setzen Ärzte Hoffnung auf neue Therapieoptionen.

Morbus Waldenström

Beim Morbus Waldenström handelt es sich um ein langsam wachsendes, CD-20-positives B-Zell-Lymphom, das bestimmte Immunglobuline bildet.

Das Wichtigste auf einen Blick
  • Neben dem follikulären Non-Hodgkin-Lymphom und dem diffusen großzelligen B-Zell-Lymphom sind verschiedene weitere CD-20-positive B-Zell-Lymphome mögliche Kandidaten für eine Antikörpertherapie.
  • Derzeit wird in Studien die Wirksamkeit von Rituximab auch für seltenere NHL-Formen untersucht.