Diagnose Nierenkrebs

DasNierenzellkarzinom entwickelt sich zu 85 Prozent aus der Schleimhaut, die die Harnkanälchen auskleidet (Tubulusepithel). Betroffen ist in der überwiegenden Zahl der Fälle nur eine der beiden Nieren.

Wie verbreitet ist Nierenkrebs?

Die häufigsten Krebsarten in Deutschland (Quelle: RKI, Grafik: Roche)
Die häufigsten Krebsarten in Deutschland  1

Im Verhältnis zu anderen Krebserkrankungen ist Nierenzellkrebs relativ selten: Bei Männern ist er der siebthäufigste, bei Frauen der zehnthäufigste Krebs 1 Jährlich erkranken rund 9.000 Männer und 6.000 Frauen neu an bösartigen Nierentumoren. Männer erkranken mit durchschnittlich 68 Jahren etwas eher als Frauen (im Mittel mit 71 Jahren).

Wie entsteht Nierenkrebs?

Wie bei allen Krebserkrankungen liegt selten nur ein einzelner Auslöser vor. Unsere Körperzellen besitzen die Fähigkeit, sich fortwährend zu reparieren bzw. sich selbst zu zerstören, wenn sie zu stark beschädigt sind (programmierter Zelltod oder „Apoptose“). Diese Reparaturfähigkeit der Zellen nimmt jedoch mit höherem Lebensalter langsam ab. Dadurch häufen sich Fehler, die unter bestimmten Voraussetzungen dazu führen können, dass sich normale Körperzellen unkontrolliert vermehren und ein Tumor entsteht. Dieser kann auch gutartig sein.

Warum Nierenzellen zu Tumorzellen werden, ist noch nicht in allen Einzelheiten bekannt. Jedoch wurden für einige Faktoren ursächliche Zusammenhänge beobachtet: So gehen wahrscheinlich rund 30 Prozent aller Nierentumoren auf das Rauchen zurück. Raucher haben ein doppelt so hohes Risiko wie Nichtraucher. Weiter wird vermutet, dass auch hormonelle Faktoren eine Rolle spielen, da deutliches Übergewicht (Adipositas) insbesondere bei Frauen als eine Ursache angesehen werden kann.

Weitere Risikofaktoren für Nierenkrebs sind erhöhter Blutdruck (Hypertonie), ein chronischer Funktionsverlust der Niere (Niereninsuffizienz), eine Nierentransplantation, das Von-Hippel-Lindau-Syndrom (eine seltene Erbkrankheit), die frühere Einnahme bestimmter, nicht mehr zugelassener Schmerzmittel (z.B. Phenacetin) und weitere gesundheitsschädliche Substanzen wie Asbest, Lösungsmittel, Gerbstoffe oder Kadmium.

Referenz:

  1. Union for International Cancer Control (UICC). TNM Classification of Malignant Tumours, 7. Auflage, aktualisiert Mai 2011
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