Die wichtigsten Einteilungsmerkmale
Die üblichen Einteilungen des Nierenzellkarzinoms spiegeln
wider, dass der Tumor zunächst nur lokal wächst und erst
später in Nierenbecken
und Nierenkapsel
einbricht. Dabei ist die Nierenfaszie - also jenes Bindegewebe,
das Niere und Nebenniere an der Fettkapseloberfläche
umgibt - eine wichtige Barriere. Darüber hinaus machen alle
Klassifikationen deutlich, wie wichtig die Größe des
Tumors bei der Diagnosestellung ist. Im Hinblick auf die Wahl der
optimalen Therapieform ist auch das Vorliegen von Tumorabsiedelungen
Metastasen)
im Lymphsystem
oder anderen Organen von entscheidender Bedeutung. Die gebräuchlichste
Einteilung sieht so aus:
Tumorgröße:
"Staging TNM System 1997"
TX Tumor kann nicht beurteilt werden
T0 Kein Anhalt für Primärtumor
T1 < 7cm beschränkt auf die Niere
T2 > 7cm beschränkt auf die Niere
T3 Tumorinvasion über die Niere hinaus
T3a Tumoreinbruch in die Nebenniere oder in das perirenale
Fettgewebe
T3b makroskopisch in eine Hilusvene oder die V.cava subdiaphragmal
T3c makroskopisch in die V.cava supradiaphragmal
T4 Ausdehnung jenseits der Gerota Fascie
Lymphsystem / Lymphknoten
NX Regionale Lymphknoten können nicht beurteilt werden
N0 Keine regionalen Lymphknotenmetastasen
N1 Metastase in einem einzigen Lymphknoten
N2 Metastasen in mehr als einem regionalem Lymphknoten
Fernabsiedlung
MX Fernmetastasen können nicht berurteilt werden
M1 Fernmetastasen
In aller Regel ist beim Nierenzellkarzinom nur eine Niere betroffen.

Zunächst wächst
der Tumor nur lokal.
Wichtig für den Entscheid über die Art der
Behandlung ist die Größe des Tumors bei der Entdeckung.
TNM-Klassifikation
In der Regel ist nur eine Niere
betroffen.