Diagnostik und Früherkennung
Wie bei den meisten Krebserkrankungen lässt sich auch das Nierenzellkarzinom am besten behandeln, wenn es früh erkannt wird. Leider sind im Frühstadium eines Nierenzellkarzinoms Symptome jedoch eher die Ausnahme.
Bei den folgenden Symptomen sollten Sie umgehend und auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen. Blut im Urin Hämaturie), plötzlich tastbare Knoten im Bauchraum oder neu aufgetretene, unerklärte Schmerzen können oft wegweisend sein.
In rückblickenden Untersuchungen konnten diese Symptome bei etwa 19% der Patienten gefunden werden. Die weiteren, häufiger beobachteten Anzeichen wie Gewichtsverlust, Abgeschlagenheit, Anämie (Blutarmut),Hyperkalzämie (erhöhte Kalziumspiegel) und/oder unerwartete Hypertonie (Bluthochdruck), sind eher uncharakteristische Zeichen.
Nicht nur bei verdächtigen Symptomen hat sich die Ultraschalluntersuchung (Sonographie) der Nieren als eine bedeutende Maßnahme in der Früherkennung erwiesen. Andere, aufwendigere Verfahren bis hin zur Computertomographie (eine Röntgenmethode, die mit Schnittbildern arbeitet) oder der Kernspintomographie - ein Verfahren, das mit magnetischen Wellen arbeitet - besitzen zwar eine größere Genauigkeit, eignen sich jedoch nicht zur Gewinnung eines ersten Überblicks.
Möglicherweise werden in Zukunft durch Fortschritte in der molekularen Diagnostik auch andere Früherkennungsverfahren eine größere Rolle spielen können. Ein einfacher Bluttest könnte dann genügen, um die Diagnostik wesentlich zu verbessern und eine genauere Aussage zur Prognose treffen zu können.
Im Frühstadium lässt sich ein Nierenzellkarzinom am besten behandeln. Ungewöhnliche Symptome sind immer ein Grund für einen Besuch beim Arzt.
Die Ultraschalluntersuchung ist ein einfaches und sicheres Verfahren zur Früherkennung eines Tumors.
Moderne molekulare Methoden können helfen, in Zukunft die Prognose und Früherkennung zu verbessern.
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