Symptome von Bauchspeicheldrüsenkrebs
Bauchspeicheldrüsenkrebs verursacht lange keine oder nur relativ uncharakteristische Beschwerden, weshalb er meist erst sehr spät entdeckt wird: 90% der Patienten befinden sich bei der Diagnose schon in einem fortgeschrittenen Stadium. Symptome treten erst auf, wenn der Tumor so groß geworden ist, dass er die Produktion der Verdauungsenzyme oder deren Abfluss in den Zwölffingerdarm behindert oder wenn er bereits auf andere Organe wie Magen, Zwölffingerdarm, Leber oder Bauchfell übergegriffen hat.
Mögliche Symptome sind dann Gewichtsverlust (bei ca. 90%), Appetitlosigkeit, Verdauungsstörungen und eine Einschränkung des Allgemeinzustandes. Sehr viele Patienten klagen auch über unspezifische Oberbauchschmerzen (ca. 80%), häufig mit Ausstrahlung in den Rücken. Das lässt sich durch die Lage der Bauchspeicheldrüse unmittelbar vor der Wirbelsäule erklären.
Ein sehr häufiges Symptom für Tumore im Pankreaskopf ist eine Gelbsucht, was an der nahen Lage der Bauchspeicheldrüse zum Gallengang liegt. Wenn der Tumor direkt auf den Gallengang drückt oder ihn verschließt und somit den Gallenabfluss behindert, kann es zu der typischen Gelbfärbung der Haut und des Augenweißes kommen, einhergehend mit hellem Stuhl, dunklem Urin und Hautjucken.
Ein weiterer Hinweis auf eine Erkrankung kann eine neu aufgetretene und unerwartete Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) sein, die durch eine tumorbedingte Störung der Insulinproduktion verursacht wird (bei ca. 15%). Wenn der Tumor den Zwölffingerdarm oder den Magenausgang einengt, können Übelkeit und Erbrechen auftreten.
Die meisten dieser Symptome sind uncharakteristisch, so dass oftmals nicht an einen Bauchspeicheldrüsenkrebs gedacht wird. Gerade bei Oberbauch- und Rückenschmerzen vermutet der Arzt erst einmal andere Ursachen, wie beispielsweise Abnutzungserscheinungen der Wirbelsäule. Dies kann die Diagnosestellung verzögern. Wesentlich ist, dass auch Sie selbst Ihren Körper beobachten und Veränderungen wahrnehmen.
Bei länger anhaltenden Beschwerden sollte immer ein Arzt aufgesucht werden, insbesondere wenn einer oder mehrere der beschriebenen Risikofaktoren auf Sie zutreffen.
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