Ursachen und Risiken
Bauchspeicheldrüsenkrebs entsteht nicht plötzlich, sondern in einem langjährigen Prozess, der in vielen Schritten und unter Einfluss einer Reihe von Faktoren abläuft. Die genauen Ursachen, die zur Entstehung von Bauchspeicheldrüsenkrebs führen, sind weitgehend unbekannt. Man kennt lediglich bestimmte Risikofaktoren, die das Entstehen der Krankheit begünstigen können. Wichtigster bisher festgestellter Risikofaktor ist das Rauchen. Auch ein erhöhter Alkoholkonsum, verschiedene Umweltschadstoffe, Vorerkrankungen, Ernährung und erbliche Faktoren können eine Rolle spielen.
Zu den Risikofaktoren zählen:
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Das Zigarettenrauchen ist als Risikofaktor für die Entwicklung eines Bauchspeicheldrüsenkrebses eindeutig nachgewiesen. Man schätzt, dass etwa ein Viertel der Erkrankungen auf Zigarettenkonsum zurückzuführen sind. Das Erkrankungsrisiko ist bei Rauchern etwa doppelt so hoch.
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Ein starker Alkoholkonsum erhöht das Erkrankungsrisiko bei Frauen und Männern um schätzungsweise das 2,5fache. Kommen verschiedene Risikofaktoren, speziell Rauchen und Alkoholkonsum zusammen, scheint sich das Risiko für die Entstehung von Bauchspeicheldrüsenkrebs weiter zu erhöhen.
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Ein größeres Krankheitsrisiko haben auch Menschen, die sich lange Zeit zuvor einer Magenoperation unterziehen mussten, beispielsweise aufgrund eines Magengeschwürs. Vorliegenden Daten sprechen dafür, dass das Risiko in diesem Fall um das 3- bis 7-fache erhöht ist. Auch eine Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) oder eine chronische Entzündung der Bauchspeicheldrüse steigert das Risiko für die Entwicklung von Bauchspeicheldrüsenkrebs. Die häufigsten Ursachen für solch chronische Entzündungen sind übermäßiger Alkoholkonsum (ca. 80%) oder angeborene Gendefekte.
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Länger andauernde chemische Belastungen durch Schadstoffe vergrößern das Erkrankungsrisiko. Dazu gehören zum Beispiel polychlorierte Biphenyle (PCB), die von der Industrie unter anderem als Weichmacher für Lacke und Klebstoffe verwendet werden. Auch Pestizide wie das in Deutschland inzwischen verbotene DDT und Verbindungen von Benzol, einem wichtigen Rohstoff in der chemischen Industrie, scheinen die Erkrankung zu fördern.
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Ernährungsfaktoren spielen vermutlich ebenfalls eine Rolle bei der Entstehung von Bauchspeicheldrüsenkrebs. Eine fleisch- und fettreiche Kost scheint mit einem erhöhten Krankheitsrisiko verbunden zu sein. Dagegen kann eine obst- und gemüsereiche Ernährung mit hohem Faser- und Vitamingehalt das Risiko für die Entwicklung eines Pankreaskarzinoms möglicherweise senken, wie große Studien gezeigt haben. Übergewicht, auch dies ist ein wichtiges Ergebnis vorliegender Studien, trägt eindeutig zu einem erhöhten Erkrankungsrisiko bei.
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Es gibt Familien, in denen gehäuft Bauchspeicheldrüsenkrebs auftritt. Der Anteil dieser genetisch bedingten Tumorerkrankungen wird auf insgesamt etwa 5 bis 10% geschätzt. Neben den seltenen Fällen (ca. 3%), in denen Bauchspeicheldrüsenkrebs im Zusammenhang mit einer Erbkrankheit (z.B. Lynch-Syndrom) auftritt, haben vor allem Menschen, die an einer erblich bedingten Bauchspeicheldrüsenentzündung (Pankreatitis) leiden, ein erhöhtes Risiko für Bauchspeicheldrüsenkrebs. Diese Erkrankung beruht auf einem Gendefekt, der innerhalb von Familien vererbt werden kann. Patienten mit erblicher Pankreatitis entwickeln bis zum 70. Lebensjahr in bis zu 40% der Fälle ein Pankreaskarzinom. Ein weiterer Faktor ist die familiäre Vorbelastung. Sind zwei oder mehrere Angehörige ersten Grades erkrankt, erhöht sich das Risiko, Bauchspeicheldrüsenkrebs zu entwickeln, um das 20-60fache.
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