Was ist eine Tumorinduzierte Anämie (Blutarmut)?

Unter der tumorinduzierten Anämie versteht man eine Blutarmut, die durch Tumorerkrankungen hervorgerufen wird. Eine Blutarmut zeichnet sich durch einen reduzierten Hämatokritwert (Anteil der Zellen am gesamten Blutvolumen) und/oder einen reduzierten Hämoglobinwert (Menge des roten Blutfarbstoffs Hämoglobin bzw. Menge an roten Blutkörperchen
(Erythrozyten) aus.



Die roten Blutkörperchen sind für den Sauerstofftransport im Körper von der Lunge zu den Organen und Geweben verantwortlich und sichern so eine ausreichende Sauerstoffversorgung der Körperzellen. Eine Reduktion des Hämoglobins bzw. der Erythrozyten führt zu einem verminderten Sauerstofftransport, einer Unterversorgung der Organe mit Sauerstoff und einer damit einhergehenden Ermüdung und Kurzatmigkeit des Patienten.