Grundlagen
Übelkeit und Erbrechen können die Folge einer Irritation
des Magen-Darm-Traktes sein. Auslöser können Krankheitserreger
oder deren Gifte (Lebensmittelvergiftung) oder Stoffe, die die
Magenschleimhaut schädigen, sein. In diesen Fällen sind
Übelkeit und Erbrechen als Selbstschutzmaßnahmen des
Körpers zu verstehen: er versucht, die Aufnahme der schädigenden
Substanzen zu stoppen (Übelkeit) und die bereits aufgenommenen
Anteile wieder zu entfernen (Erbrechen).
Übelkeit und Erbrechen können aber auch als Folge einer
Reizung von "Brechzentren" im Gehirn auftreten. Bei
der bekannten Reisekrankheit werden sie durch Reizung des Gleichgewichtsorgans
im Innenohr ausgelöst. Bei Erbrechen in der Schwangerschaft
reizen die Schwangerschaftshormone die entsprechenden Zentren
im Gehirn. Auch Stoffwechselstörungen können durch einen
vermehrten Anfall von Stoffwechselprodukten zu Erbrechen führen.
In der Behandlung von Tumorerkrankungen ist Übelkeit und
Erbrechen nach Strahlen - und Chemotherapie (Übelkeit
und Erbrechen bei Chemotherapie) zu beobachten.
Wenn durch andere Maßnahmen wie Einhalten einer vorübergehenden
Diät keine Besserung zu erreichen ist, können Übelkeit
und Erbrechen durch die Gabe von Medikamenten, so genannten Antiemetika,
unterdrückt werden. Die meisten dieser Substanzen blockieren
die entsprechenden Zentren im Gehirn, einige nehmen auch Einfluss
auf die Magenentleerung.
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